Die erste Herrenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Auswärtsspiel in der Regionalliga Nordost beim TSV Spandau 1860 am Samstag Abend (01.11.2014) nach 116 Minuten reiner Spielzeit mit 3:2 (23:25, 30:28, 19:25, 25:21, 16:14) gewonnen. In der Tabelle verbesserte sich die Mannschaft mit diesem Sieg auf Rang 4.

Dass Spandau für den USV ein gutes Pflaster ist, hatte man bereits in der Vorsaison bewiesen, als die Potsdamer alle 6 Punkte in die Landeshauptstadt holten und damit am letzten Spieltag selbige Mannschaft noch von Platz 3 verdrängen konnten. Aus den ursprünglich 12 angekündigten Auswärtsfahrern wurde leider nichts, da Andreas Scheuerpflug, Piet Karohs, Andreas Jurisch, Björn Bullert und wie sie alle heißen, wichtigere Dinge dem Spiel im Berliner Nordwesten vorzogen – wäre auch des Guten zuviel gewesen. So bildete Mario Kuss (Zuspiel), der aus dem zweiten Sommer zurückgekehrte Christian Grapentin (Diagonal), Attila Dahmann und Martin Grohs (Mittelblock) sowie Jens Reimann und Christian Burkhardt (Annahme-Außen) die Startsechs, während sich Robert Ließ auf den Liberoposten mogelte. Auf der Bank hießen die Alternativen für Coach André Rübensam Heidemann, Hänel und Schulze.

Lautstark unterstützt von der Aufwärmzone legte der USV gleich mal eine 3:0-Führung vor, musste sich im Verlauf des ersten Satzes aber eingestehen, dass eine ganze Serie von Fehlaufschlägen und der Totalausfall des Diagonalspielers ausreichen, um gegen Spandau zu verlieren – 23:25. Im zweiten Abschnitt schien sich die Misere zunächst fortzusetzen. Bei 12:16 erhielt Christian Burkhardt die Chance, die Spätfolgen des Spiels Babelsberg gegen Auerbach auf der Bank auszukurieren und wurde durch Thomas Schulze ersetzt. In der Folge schmolz die Spandauer Führung zusammen, bei 24:24 war der USV wieder dran und glich nach 32 Minuten Satzdauer mit dem 30:28 ein wenig glücklich nach Sätzen aus. Der dritte Abschnitt ging nach 9:12 und 10:15 mit 19:25 verloren. Spandau präsentierte sich um Libero Stier enorm abwehrstark und zwang den USV, wo der Diagonalbulle weiter nach seiner Form suchte, zu Fehlern. Coach Rübensam reagierte und brachte den wieder zu Kräften gekommenen Christian Burkhardt zurück in die Partie. Zunächst lagen die Potsdamer 7:10 und 11:12 zurück, doch dann nahm Kapitän Heidemann das Heft des Handels selbst in die Hand und trieb die in der Aufwärmzone stehenden Ersatzspieler bis zur Heiserkeit. Endlich wurde gefightet und um jeden Ball gekämpft, weshalb es sich auch ein Christian Grapentin nicht nehmen ließ, endlich die letzten Nächte aus den Beinen zu schütteln und zu alter Stärke zurückzufinden. Folglich zog der USV von 17:16 auf 20:16 und 25:21 davon. Im Tiebreak wechselte das Team bei 8:5 die Seiten und machte es nach 10:7 und 14:12 noch einmal unnötig spannend – am Ende ging jedoch alles gut und Potsdam sicherte sich zwei Punkte in der Hauptstadt.

Am kommenden Samstag (08.11.2014) kommt mit dem SV Preußen Berlin der Aufsteiger und Tabellenführer in Personalunion nach Potsdam. Nach Erzählungen des Werderaner VV, der auch im fünften Spiel ohne eigenen Satzgewinn blieb, ein unangenehmer, weil athletischen und modernen Volleyball praktizierender Gegner, der den Altmeistern aus Potsdam einiges abverlangen wird. Anpfiff in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ist um 19 Uhr. Das Spiel in Werder wird indes am 20. Dezember nachgeholt.

Für den USV am Ball:

Mario Kuss, Christian Grapentin, Attila Dahmann, Martin Grohs, Jens Reimann, Christian Burkhardt, Robert Ließ, Erik Heidemann, Martin Hänel, Thomas Schulze

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