Jens Reimann mit unorthodoxer Angriffstechnik. Preußen's Block hat keine Chance - am Ende gewinnt der USV mit 3:0!Die erste Herrenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Heimspiel in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee am Samstag Abend (08.11.2014) gegen den Aufsteiger und bis dato ungeschlagenen Tabellenführer SV Preußen Berlin mit 3:0 (25:11, 25:20, 25:22) gewonnen. In der Tabelle der Regionalliga Nordost kletterte das Team um Kapitän Erik Heidemann mit dem vierten Sieg in Serie auf Platz 3.

Das erste Aufeinandertreffen der Gäste aus dem Berliner Nordosten mit dem Unisportverein aus Potsdam war ein Duell der vielen Unbekannten. Zwar hatte man über die Preußen im Vorfeld einiges von den anderen Teams der Liga gehört, so richtig einordnen konnte man den Gegner dennoch nicht. Dass diese Unbekannten nicht nur für den USV, sondern vor allem auch für die Gäste existent waren, zeigten folgende, äußerst auffällige und teils amüsante Verhaltensweisen:

  • Zweier-Annahmeriegel gegen Andreas Scheuerpflug
  • unechte Aufsteiger über die Mitte gegen Blockspieler Martin Grohs
  • sehr lange 1 und noch längere 6 gegen die Angriffe von Christian „Bulle“ Grapentin

Die Durchschnittsgröße der Berliner dürfte zudem gerade einmal die 1,80m gekratzt haben, was vermutlich dazu führte, dass diese kompakte Mannschaft in den Spielen zuvor maßgeblich unterschätzt wurde. Anders kann man jedenfalls nicht erklären, warum die Gäste zwar – unter dem Jubel einer ganzen Busladung von Anhängern – den ersten Punkt des Spiels machten, danach aber so richtig unter den Dampfhammer kamen. Der USV, der auch beim Saisondebüt von Martin Hänel als Libero mit der gewohnten Souveränität, Abgeklärt- und Sicherheit agierte, verfehlte nur knapp den einstelligen Satzgewinn. Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste besser ins Spiel, auch weil beim USV der angestrebte Diagonalwechsel mit Schulze und Karohs für Kuss und Grapentin ein wenig daneben ging – 17:17 nach 16:12. Mehr als 20 Punkte sprangen jedoch auch hier für den Spitzenreiter der Regionalliga Nordost nicht heraus. Dass der dritte Satz der letzte in dieser Partie sein würde stand lange auf des Messers Schneide: Im Angriff fehlte nun ein wenig die Durchschlagskraft, dazu gesellten sich Aufschlagfehler und Probleme in der Annahme. Preußen führte bereits 21:19, ehe der USV, inzwischen mit Thomas Schulze für Mario Kuss im Zuspiel, Punkt um Punkt erkämpfte und bei 24:22 gleich den ersten Matchball im dritten Anlauf über Jens Reimann verwandelte.

Nach den ausgiebigen Siegesfeierlichkeiten, bei denen auch der Potsdamer Vizestadtmeister und der erstmals siegreiche Neuling aus Werder dem USV seine Glückwünsche in den angesagtesten Potsdamer Studentenkneipen persönlich entgegenbrachten, konzentriert sich die Mannschaft nun bereits wieder auf die bevorstehenden Aufgaben: In der kommenden Woche geht’s zum Auswärtsspiel nach Spremberg. Die dritte Ansetzungsart – neben den Heimspielen einerseits und den kurzen Auswärtsspielen andererseits – beschert dem USV wohl wieder einen auf Minimalformat reduzierten Kader, so dass Kapitän Heidemann bereits seinen Einsatz als Mittelblocker angekündigt hat – wir sind gespannt. Spielbeginn im Spremberger Ortsteil Neu-Haidemühl ist am Samstag (15.11.2014) um 19 Uhr.

Für den USV am Ball:

Martin Grohs, Attila Dahmann, Jens Reimann, Andreas Scheuerpflug, Martin Hänel, Christian Grapentin, Mario Kuss, Piet Karohs, Erik Heidemann, Björn Bullert, Thomas Schulze

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1. Herren verdreschen Tabellenführer SV Preußen
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2 Gedanken zu „1. Herren verdreschen Tabellenführer SV Preußen

  • 27. November 2014 um 19:00
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    Hallo, Sportfreunde aus Potsdam….
    …. ein wenig mehr Sportlichkeit und Fairness würde euch besser zu Gesicht stehen….
    ….. zumindest bei der Berichterstatung über eure Gegnerschaft…..

    Antworten
    • 28. November 2014 um 6:47
      Permalink

      Ich glaube auf Seiten des SV Preußen sollte man lieber froh sein, dass nicht der USV II die Berichterstattung übernommen hat – das wäre dann Dankbarkeit.

      Antworten

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