Die erste Herrenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Heimspiel in der Regionalliga Nordost am Samstag (17.01.2015) gegen den Werderaner VV 1990 mit 3:1 (25:19, 25:27, 25:20, 25:14) gewonnen. Dabei lieferten die Gastgeber vor ungefähr 60 Zuschauern, darunter auch erstmals Käsekuchen-Chef Torsten Schink, eine weitgehend altersgerechte Vorstellung ab, während die Gäste sich im Vergleich zum Hinspiel deutlich steigerten und vor allem kämpferisch überzeugten.

Auf Seiten der Potsdamer hatten entgegen erster Ankündigungen abermals Andreas Jurisch (Frau & Kind zu Hause), Christian Grapentin (Knieprobleme), Erik Heidemann (Erkältung) und Christian Burkhardt (Zahn-OP) das Handtuch werfen müssen, so dass Andreas Scheuerpflug auf die vakante Diagonalposition rückte. Im Zuspiel erhielt Piet Karohs den Zuschlag, Martin Hänel agierte als Libero, Attila Dahmann und Martin Grohs auf der Mitte, Jens Reimann und der zuletzt beste angreifende Libero der Regionalliga (Robert Ließ) als Annahme-Außen. Schnell wurde klar, dass die Gäste, mit den drei ehemaligen USV-Akteuren Patrick Lonau, Christoph Schneider und Sören Böldicke angereist, gewillt waren, nicht wie im Hinspiel nur als Kanonenfutter aufzutreten, sondern sich so teuer wie möglich zu verkaufen. So führten die Werderaner bis zur Satzmitte, handelten sich dann jedoch eines verbesserten K2 des USV nach 15:13 einen 16:20-Rückstand ein, weshalb der Satz mit 25:19 an die Gastgeber ging. Auch der zweite Satz verlief mit engen Spielständen, doch diesmal trug auch der USV seinen Teil dazu bei, dass die Gäste im Spiel blieben. Bis zur Crunchtime war man stets einen Punkt bei eigenem Aufschlag vorn, irgendwann egalisierte Werder, zog vorbei und hatte plötzlich den Satz mit 27:25 gewonnen. So wirkte dieser Satzverlust wiederum als Weckruf für die Potsdamer, die für dieses Spiel anberaumten 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen. So schwangen sich die Mannen um Trainer Thomas Schulze zu einer weitgehend soliden Vorstellung auf und brachten den dritten Satz mit 25:20 (Zwischenstände: 15:10, 16:15, 21:18) sicher nach Hause. Highlights: Je eine gelbe Karte pro Team – wofür, weiß niemand. Im vierten Satz erbrachten die Schützlinge von Trainer Roman Elsner dann doch noch den Nachweis, dass die Mannschaft nicht regionalligatauglich ist: Erst erkämpften sich die Werderaner mit tollen Feldabwehraktionen eine 6:3 und 12:10-Führung, um dann 6 Eigenfehler in Serie zu produzieren. Ab diesem Zeitpunkt waren beide Auszeiten bereits verbraten und auch zwei Wechsel brachten nicht mehr die Wende – im Gegenteil: Ausgerechnet Routinier Andreas Scheuerpflug rotierte nun auf Seiten der Gastgeber zum Aufschlag und kam nicht mehr zurück: Aus 17:14 mach 25:14! Den Schlusspunkt setzte dabei der Werderaner Diagonalspieler Steinke, der sichtlich gefrustet den Ball in Richtung USV-Bank schlug und damit noch einmal tumultartige Szenen heraufbeschwörte. Ein eher unschönes unglückliches Ende einer ansonsten ausgesprochen fairen Partie.

Für den USV geht damit das auf- und ab in dieser Saison weiter: Nachdem man auf Platz 2 überwinterte, letzte Woche durch die Niederlage in Cottbus auf Rang 6 abfiel, steht man nun wiederum auf Rang 4. Am nächsten Samstag richten sich wieder die Augen der Liga nach Potsdam – es steht wieder ein Spiel der Kategorie 2 (kurze Auswärtsspiele) auf dem Plan. Um genau zu sein, das kürzeste Auswärtsspiel der Saison: Das zweite Stadtderby der laufenden Spielzeit gegen den VC Potsdam-Waldstadt wird wieder die Massen elektrisieren. Waldstadt hat Heimrecht, Anpfiff in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ist um 19 Uhr.

Für den USV am Ball:

Andreas Scheuerpflug, Jens Reimann, Robert Ließ, Piet Karohs, Attila Dahmann, Martin Grohs, Lars Hurtig, Martin Hänel, Björn Bullert, Mario Kuss, Thomas Schulze

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1. Herren: Unspektakuläre Vorstellung reicht gegen Werder
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2 Gedanken zu „1. Herren: Unspektakuläre Vorstellung reicht gegen Werder

  • 18. Januar 2015 um 13:57
    Permalink

    Es hat dennoch 3 Sätze Spass gemacht.
    Etwas unwahr dargestellt ist die letzte Aktion von Mattes Steinke. Er hat in keinster Weise beabsichtigt in Richtung Trainerbank geschlagen.

    Viel Erfolg weiterhin.

    Antworten
    • 18. Januar 2015 um 14:20
      Permalink

      Ok, dann streichen wir das und stufen die Aktion als „unglücklich“ ein. 😉

      Antworten

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