Die erste Volleyball-Damenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Auswärtsspiel beim Berliner Volleyballverein Vorwärts (BVV) am Sonntag (13.12.2015) mit 3:2 (25:15, 16:25, 25:19, 22:25, 15:3) gewonnen. Dabei verhinderten viele eigene Fehler einen dreifachen Punktgewinn. Als wertvollste Spielerin wurde Verena Poppe-Kohlsdorf ausgezeichnet.

Zur ungewohnten Anpfiffszeit am Sonntagmittag um 13 Uhr standen Trainer Thomas Schulze 11 Spielerinnen zur Verfügung, wobei Maria Heidelberger, Alexandra Schramm und Paula Fabian erkältungsbedingt etwas mehr und etwas weniger angeschlagen in die Partie gingen. Da man die eigenen Mittelblocker noch am ehesten aus dem Spiel nehmen und ihnen einen geruhsamen Sonntag bescheren kann, wurde Paula Fabian zunächst geschont. Julia Löchel, Verena Poppe-Kohlsdorf, Tina Patzner, Karen Amlang sowie die oben genannten Mittelblocker komplettierten daher die Startsechs, Julia Hofmann übernahm zunächst den Liberaposten. Die Partie startete mit dem obligatorischen, frühen Rückstand – daran änderte auch dieses Mal ein verändertes Erwärmungsprogramm nichts. Dann kam der USV jedoch ins Rollen und zu vielen sehenswerten Punkten, so dass die Gastgeber mit 25:15 in die Schranken gewiesen wurden. Dass der zweite Satz fast ebenso deutlich verloren wurde (16:25), hatte mehrere Ursachen: Die Annahme wirkte wackelig, im Angriff versagten ein- um’s andere Mal die Nerven und der Block – wenn man ihn so nennen möge – fischte im Trüben. Daran änderten letztendlich auch fünf Wechsel und zwei Auszeiten nichts. Im dritten Satz lief dann auf einmal wieder vieles, während der Gegner Fehler en masse produzierte. Spätestens jetzt entpuppte sich auch die Idee, Paula Fabian von Beginn an auf die Bank zu setzen als höchst schwachsinnig, da diese ihren Einsatz mit 100%-iger Erfolgsquote im dritten Abschnitt krönte, einen Block holte und die Annahme um die inzwischen eingetauschte Libera Cindy Kremer stabilisierte. So ging der dritte Satz mit 25:19 wieder deutlich nach Potsdam, doch der Gegner war noch nicht geschlagen. Bis zum 16:16 im vierten Satz blieb es ausgeglichen, doch wurden hierfür bereits vier Wechsel benötigt. Dann zog der BVV auf 20:17 davon und brachte den Vorsprung zum 25:22 ins Ziel. Der Tiebreak wurde dann buchstäblich zur One-Woman-Show: Kapitänin Martina Gast avancierte im Tiebreak zur Alleinunterhalterin und Matchwinnerin: Bei ihren nun folgenden 12 Aufschlägen hatte sie 7 direkte Punkte im Köcher! Fälschlicher Weise machte das ansonsten eher unauffällig agierende Schiedsgericht einen Strich durch ihren 15-Punkte-Plan, als ihre Feldabwehraktion beim Stand von 12:0 für Potsdam abgepfiffen wurde. Der BVV hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits in sein Schicksal ergeben und kam am Ende nur noch auf drei mickrige Pünktchen. Kurios: Mittelblockerin Maria Heidelberger stand im Tiebreak nicht einen Ballwechsel auf dem Feld! Als MVP wurde Diagonalspielerin Verena Poppe-Kohlsdorf ausgezeichnet, die während des gesamten Spiels ohne einen Angriffsfehler blieb.

Für den USV war diese Partie noch nicht der Abschluss des Spieljahres 2015: Am kommenden Samstag gastieren die Damen um 15 Uhr im vorgezogenen Spiel des 11. Spieltags beim Marzahner VC.

Für den USV am Ball:

Martina Gast, Verena Poppe-Kohlsdorf, Alexandra Schramm, Tina Patzner, Cindy Kremer, Ulrike Engel, Paula Fabian, Karen Amlang, Julia Löchel, Julia Hofmann, Maria Heidelberger

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