Der USV zeigt nach Masteit‘scher Umzingelung und Philippinischem Ringtausch die Schneider‘sche Aufstellungsfinte und gewinnt 3:0 bei den Sportfreunden Brandenburg.

Am verregneten 20. Februar 2016 fuhr die erste Damenmannschaft des USV zum SFB Brandenburg, um selbigen zu zeigen, warum sie nicht die Landeshauptstadt sind. Mit von der Partie waren zehn Spielerinnen plus Co-Trainer Schneider, der diesmal die Betreuung der Mannschaft übernahm während sich Trainer Schulze für die USV-Männer in Schöneiche ins Zeug legte.

An der Halle angekommen, formulierte Diagonalangreiferin Verena Poppe-Kohlsdorf gleich die Marschroute für das Spiel, welche es bis in die Überschrift dieses Spielberichts geschafft hat (siehe oben). Dazu musste sie nichts weiter tun als zwei Zigaretten hintereinander zu rauchen und auf den passenden Moment zu warten, um den Spruch rauszuhauen. Belustigt durch diese Anekdote ging es in die Halle, wo man das ein oder andere bekannte Gesicht begrüßte.

Potsdam startete gewohnt mit Tini im Zuspiel, Karen und Paula auf Außen, Mary und Alex auf Mitte und Vero als Diagonale. Libera Jule Löchel komplettierte die Aufstellung. Trotz guter Stimmung konnte der USV eine frühe Führung der Gastgeber nicht verhindern, welche durch gute Aufschläge die Annahme unter Druck setzten (3:7). Mitte des Satzes konnten sich die USV-Mädels stabilisieren, durch gute Aufschläge von Tini am Gegner vorbei ziehen und den Satz mit 25:21 gewinnen.

Um besser in den zweiten Satz zu starten, dachte sich Betreuer Schneider was ganz besonderes aus: um den Gegner zu verwirren, startete der USV im Läufer vier, entgegen des sonst üblichen Starts im Läufer eins. Nicht mal die eigene Mannschaft wurde darüber in Kenntnis gesetzt. Erst bei der Überprüfung der Aufstellung durch den zweiten Schiri wurde die Schneider‘sche Aufstellungfinte erkannt, welche beim Gegner Entsetzen und Verwirrung auslöste. Vero wusste diese auszunutzen und startete (ohne Zigarette) den Satz mit einem Ass! Leider hatte die Finte nur eine kurze Wirkung, sodass der USV abermals den Satzbeginn verschlief und 4:8 hinten lag: Auszeit USV. Die kurze Pause half den Mädels und so konnten die Außenangreiferinnen, die neben der Frau mit dem schnellsten Feuerzeugfinger der Welt die Hauptlast im Angriff trugen, ihr Team zurück ins Spiel holen. So konnte man spiegelbildlich zum ersten Satz am Gegner vorbei ziehen. Dieser musste beim Stand von 18:16 aus Sicht des USV eine rote Karte gegen Trainer Buchholz einstecken, welcher offenkundig nicht mit der Entscheidung der Schiris zufrieden war und dafür seinen Schreibblock bestrafte. Doch auch das half nix und so sicherte sich der USV, der Kathi für Karen gewechselt hatte, mit 25:20 den zweiten Satz.

So stand der gefürchtete dritte Satz nach 2:0-Führung an. Doch diesmal nahmen die Mädels die Konzentration von Anfang an mit aufs Feld. Es folgte ein guter Durchgang, der mit 6:4 bis 12:9 einen Vorsprung des USV mit sich brachte. Bei 14:14 gelang Brandenburg der Ausgleich durch gute Abwehrleistung, welche sich seit dem zweiten Satz konstant gesteigert hatte. Beim Stand von 16:14 für Brandenburg nahm der USV eine Auszeit. Der ein oder andere dachte schon an einen vierten Satz als Betreuer Schneider, der von Christian als Co-Co-Trainer unterstützt wurde, erneut ein Ass aus dem Ärmel zauberte: das sonst als Libera agierende Julchen trug an diesem Tag ein normales Spielershirt und betrat für Mary das Feld, als für diese der Aufschlag anstand. Entgegen aller Weisheiten, dass Liberos nicht aufschlagen können oder sollen, servierte sie erst mal direkt einen Punkt und legte dann eine souveräne Serie hin, wobei die bereits eingewechselte Mittelblockerin Tina sowie eine gute Feldverteidigung halfen: von 16:18 auf 23:18. Danach ließen die Mädels sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren den 3:0-Sieg sicher nach Potsdam.

Die gute Teamleistung der Spielerinnen prägte das gesamte Spiel. Dadurch konnten sich die Mädels aus Rückständen nach vorne kämpfen und die Dritte-Satz-Angst besiegen. Alle Mitgereisten kamen zum Einsatz, wobei Mary dank guter Leistung auf der Mittelblockposition als MVP gekrönt wurde.

Für den USV am Ball:

Martina Gast, Karen Amlang, Alexandra Schramm, Verena Poppe-Kohlsdorf, Paula Fabian, Maria Heidelberger, Julia Löchel, Katherina Richter, Tina-Marie Patzner und Julia Hofmann

Spielbericht: Christoph Schneider

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Ohne Dampf kein Kampf

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