Die erste Volleyball-Herrenmannschaft konnte ihr Derby-Rückspiel gegen den SC Potsdam am Samstag Abend (17.02.2018) dank einer guten Teamleistung sowie unermüdlicher Unterstützung von der Tribüne mit 3:1 (25:21, 22:25, 25:22, 27:25) gewinnen. Vor ungefähr 200 Zuschauern wurde USV-Zuspieler Richard Dalbock nach 91 Minuten Spielzeit als MVP ausgezeichnet.

Den USV plagten vor Beginn des Spiels des Tabellenzweiten (SCP) gegen den -Siebten (USV) zusätzlich personelle Sorgen, weshalb der SC Potsdam schließlich als Favorit ins Match ging, auch wenn der Heimmannschaft wegen Urlaub und Krankheit ein etatmäßiger Libero fehlte. Beim USV war der Einsatz von Christian Burkhardt nach einer Knieverletzung und ohne Training lange Zeit fraglich, dennoch bildete er zusammen mit Andreas Scheuerpflug den Außenangriff. Ohne Wechseloption auf dieser Position, dafür mit Robert Ließ als Libero, Philip Marchal und Robert Müller im Mittelblock sowie Kapitän Richard Dalbock im Zuspiel und Patrick Reimann auf Diagonal, ging der USV zweckoptimistisch ins Match (Zitat Dalbock: „Nächste Woche ist wichtiger!“). In der Aufwärmzone tummelten sich Attila Dahmann, Martin Hänel, Mario Kuss und Thomas Schulze – mit Jens Reimann, Erik Heidemann, Marcel Baron, Christoph Schneider, Martin Grohs und Roger Büchsenschuß labte sich eine weitere spielberechtigte Sechs am Fassbier auf der Tribüne.

Im ersten Satz verdaute der USV nach 5:8 eine erste schlechte Phase schnell und ging bei 11:10 wieder in Front. Der SC verbrauchte bei bereits 16:19 seine zweite Auszeit, wodurch die Gäste, angetrieben von den Ultras auf der Tribüne, dank einer sehr soliden Annahme keine Probleme hatten ein variables Angriffsspiel aufzuziehen. Der SCP ließ am Aufschlag – nach der gezeigten Erwärmung vollkommen unverständlicher Weise – jeglichen Druck vermissen, so dass auch die Mittelblocker ihren Außenangreifer Christian Burkhardt mehr oder weniger durchschleppen konnten – 25:21. Dass der zweite Satz verloren wurde, lag – so erzählte man es sich nach dem Spiel – an einem nicht näher benannten Pizzalieferanten, der mit seinen Produkten die hungrigen USV-Mäuler auf der Tribüne stopfte und die Anfeuerungsrufe damit zunächst verstummen ließ. Tatsächlich leistete sich der USV in dieser Phase zu viele eigene Fehler im Angriff, agierte nun mutloser und stellte den Block der Gastgeber vor zu wenige Probleme – 22:25. Da sich dieses Spiel im dritten Satz fortzusetzen drohte (7:11, 16:19), zog der USV nun zwei Joker: Thomas Schulze rotierte für Patrick Reimann ins Zuspiel und für Philip Marchal kam bei 18:20 Attila Dahmann zum Aufschlag. Letzterer ebnete mit 5 Breaks den Weg zum 25:21, da sich der USV in der Feldabwehr mit jedem Ballwechsel mehr Sicherheit holte und den Spieß schließlich drehen konnte. Dass der vierte Satz der letzte des Abends werden würde, stand bereits früh fest – dachte man. Denn nach 9:6 und 15:10 führte der USV bereits mit 20:14, ehe sich der SC Potsdam noch einmal aufbäumte. Auf der Tribüne hatte sich Jens Reimann inzwischen seinen Lieblingsplatz inmitten von 10 Damen gesichert, die nach wie vor alles gaben und mit dem neuen Schlachtruf „U-U-USV“ einen Lärmpegel auf’s Parkett legten, der in der langen Derbygeschichte wohl vergeblich seines gleichen sucht. Der USV musste tatsächlich nach 24:21-Führung noch in die Verlängerung, ehe der sechste Matchball durch einen Block von Robert Müller genutzt werden konnte und für kollektiven Jubel sorgte. Hier die letzten Minuten der Partie im Video:

Durch diesen 3-Punkt-Erfolg gelang dem Team mit nun 24 Punkten erstmals seit Anfang November zumindest vorübergehend der Sprung auf Tabellenplatz 6. In der kommenden Woche trifft der USV im Heimspiel auf den direkten Tabellennachbarn TSGL Schöneiche II. Spielbeginn in Golm ist um 15 Uhr.

Für den USV am Ball:

Richard Dalbock, Christian Burkhardt, Andreas Scheuerpflug, Robert Ließ, Philip Marchal, Robert Müller, Patrick Reimann, Attila Dahmann, Martin Hänel, Mario Kuss, Thomas Schulze

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Derbysieger: USV gewinnt packendes Match gegen den SC Potsdam
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