Die erste Volleyball-Damenmannschaft des USV Potsdam hat das Aufstiegsrelegationsrückspiel zur Dritten Liga Nord am Sonntag (29.04.2018) in Rostock gegen den SV Warnemünde mit 3:0 (25:20, 25:14, 26:24) gewonnen. Damit spielt der USV in der Saison 2018/2019 erstmals drittklassig. Vielen Dank an unsere Fans, die uns beim Heimspiel am Freitag und auch am heutigen Sonntag im hohen Norden fantastisch unterstützt haben.

Am frühen Sonntag Vormittag – man war schließlich durch die verspätete Anreise unserer Gäste am Freitag gewarnt – traf sich der USV bei Kaiserwetter in der Potsdamer Innenstadt, um sich auf den Weg nach Rostock zu begeben. Die Stimmung war locker & gelassen und man war voller Vorfreude auf ein stimmungsvolles Rückspiel gegen den SV Warnemünde, der am Freitag Abend in der Heinrich-Mann-Allee einen starken Auftritt geboten hatte. Auch die teil-lädierte Gina Schilke (Sprunggelenk) und Lisa Schröder – nur Stunden nach Ende ihrer runden Geburtstagsparty in Berlin aufgegabelt – waren mit an Board. Auch Verena Poppe-Kohlsdorf, die sich am Freitag im Hinspiel am Knie verletzt hatte, trat die Reise in den Norden ebenso mit an, wie neun weitere USV-Ultras, die später auf der Tribüne ein akustisches Feuerwerk abbrennen sollten.

Bevor das alles entscheidende Spiel um den Drittliga-Aufstieg in der OSPA-Arena zu Rostock begann, wurden die Kernaufgaben für das Team noch einmal herausgearbeitet: Die gegnerische Annahme sollte mit langen Diagonalaufschlägen beschäftigt werden, im Angriff wollte man variabel sein und mit dem Block arbeiten und aus einer stabilen Feldabwehr wenn immer möglich viel über die Mitte agieren. Trainer Falko Nowak konnte personell denn auch – klammert man Verena Poppe-Kohlsdorf einmal aus – aus dem Vollen schöpfen. Auf der Trainerbank war heute die geballte Kompetenz des Trainerstabes zusammengekommen: Neben den Co-Trainern Thomas Schulze und Stefan Isernhagen motivierte auch Vero ihre 12 Mädels.

Die Eröffnungszeremonie in der Halle war dann auch schon bundesligatauglich. Nach der Vorstellung der beiden Teams begann der USV davon gänzlich unbeeindruckt und selbstbewusst aus dem Läufer III, um vom Start weg seine Aufschlagstärke ausspielen zu können. Die Startaufstellung, die am vergangenen Freitag das beste Satzergebnis erzielte, fand sich dabei auf dem Feld wieder: Dabei zog Martina Gast die Strippen im Zuspiel, auf Diagonal durfte Lisa Schröder einmal mehr aufblitzen, Susann Sass und Ivette Pollack begannen das Spiel auf Außen-Annahme, Maria Heidelberger und Martina Stoof als Mittelblockerinnen und als Libera agierte Cindy Kremer. Anfangs ging der SV Warnemünde kurzzeitig durch ein hohes Aufschlagrisiko in Führung und brachte die Annahme des USV ein- um’s andere Mal in Verlegenheit. Susann Sass drehte dann jedoch mit einer starken Aufschlagserie einen 3:5-Rückstand in eine 9:5-Führung. Anschließend blieb das Match auf hohem Niveau mit langen Ballwechseln ausgeglichen, wobei die Potsdamerinnen schließlich von Angriffsfehlern der Gastgeber profitieren konnten. Der USV spielte hingegen clever und abgezockt und setzte sich auch dank der Hereinnahme von Gina Schilke beim Spielstand von 21:19 phänomenal auf 25:20 ab. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Halle dann auch akustisch fest in Potsdamer Hand – Co-Trainer und Wechselkontingent lieferten sich dabei mit den USV-Ultras auf der Tribüne einen offenen Schlagabtausch. Im zweiten Satz begannen die Gastgeber von der Ostsee abermals druckvoll und es brauchte die Auszeit bei 6:8, um die Aufstiegsfrage entgültig zugunsten der Potsdamerinnen zu entscheiden: Denn zwei starke Aufschlagserien von Martina Stoof und Lisa Schröder sicherten den Gästen einen 19:9-Vorsprung. Unter Standing Ovations machte der USV nun den Sack zum 25:14 zu und war nun auch rechnerisch sicher in die Dritte Liga Nord aufgestiegen. Anstatt durchzuwechseln vertraute Trainer Nowak im dritten Satz zunächst wieder seiner Startformation, die jedoch ihre Spannung vollkommen verständlicher Weise verloren hatte und sich zunehmend eigene Fehler leistete. Eine Ausnahme bildete Maria Heidelberger, die eine Wahnsinns-Vorstellung ablieferte und alles verwandelte, was ihr vor den Schlagarm kam. Währenddessen scharrten draußen fünf weitere Spielerinnen mit den Hufen und wollten sich beweisen. Nach 3:8, 14:19 und 15:21-Rückstand stand dann auch mit Anne Borrmann, Katherina Richter, Alexandra Schulze und Tanja Bergmann der komplette zweite Teil unserer ersten Zwölf auf dem Parkett und schrieb dann gleich noch ihr eigenes Märchen: Denn nach 21:24 drehten die Potsdamerinnen noch einmal auf und kamen dank der nötigen Ruhe, eines kühlen Kopfes, starker Aufschläge von Gina Schilke und guter Block- & Angriffsaktionen und trotz zweier Auszeiten des Gegners zum vielumjubelten 26:24-Erfolg, der nach 78 Minuten den Auftakt in die Aufstiegsfeierlichkeiten einläutete. Alle Beteiligten, ob Spielerinnen, Fans oder Trainerstab tobten vor Freude. Die Stimmung seitens des USV war einzigartig – es war vollbracht: Das Ziel, drei Sätze zu holen, wurde erreicht und der Aufstieg in die Dritte Liga ist verdient gelungen. Am nächsten Wochenende findet dann die zweittägige Aufstiegsfeier statt. Dazu hat der USV auch andere Teams des Brandenburgischen Volleyballverbands nach Cottbus eingeladen. Nebenbei wird das Event dann von der Landespokal-Endrunde umrahmt.

Ein großes Dankeschön gilt an das Taxi- und Mietwagenunternehmen von Heiko Nietert, der uns für die lange Tour nach Rostock kostenfrei einen Kleinbus zur Verfügung gestellt hat.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich bei unseren Supportern, den Fans, unseren Sponsoren und auch allen Teilnehmern des Crowdfunding-Projekts für eure Unterstützung während der Saison bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt auch unseren Familien & Lebenspartnern, die uns jederzeit in unserem Handeln unterstützt haben.

Spielbericht: Falko Nowak & Thomas Schulze

Aufsteiger in die Dritte Liga Nord 2018:

Alexandra Schulze, Tanja Bergmann, Madlen Schulze, Cindy Kremer, Maria Heidelberger, Martina Gast, Susann Sass, Verena Poppe-Kohlsdorf, Katherina Richter, Tina Marie Patzner, Martina Stoof, Lisa Schröder, Gina Schilke, Ivette Pollack, Anne Borrmann, Isabelle Manoury, Jana Dotzek

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