Nach der ersten Vorbereitung seit Jahren, die diesen Namen auch tatsächlich verdient, fanden sich am Samstagabend (15.09.2018) nur 8 Feldspieler des USV Potsdam in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ein, um den ersten von 22 Spieltagen in der Regionalliga-Saison 2018/2019 zu absolvieren. Gegen die Dessau Volleys unterlag das Team vor 21 Zuschauern jedoch am Ende mit 1:3 (22:25, 20:25, 25:18, 19:25).

Obwohl drei Zuspieler und zwei Liberos eine Spielberechtigung im neuen Online-Portal des Nordostdeutschen Volleyballverbandes besitzen, fand nur einer, der spätere MVP Thomas Schulze, den Weg in die altehrwürdige Halle der Heinrich-Mann-Allee. Grund dafür waren Verletzungen aber auch die Hochzeit eines alten Waldstädter Freundes. Nach dem Wechsel von gleich vier Spielern des USV zum Drittligaaufsteiger SC Potsdam (ehemals Potsdam Waldstadt), wollten einige Verantwortliche dies schon als weitere Einflussnahme auf den Saisonausgang des Universitätssportvereins sehen.

Gegen, aufgrund von fehlenden Jugendspielberechtigungen, ebenfalls dezimierte Dessauer begannen also die Mittelblocker Marchal und Neuzugang Borger, die Außenangreifer Schneider und Taubert, neben Zuspieler Schulze und Diagonalangreifer Reimann. Auf der Bank nahmen Dahmann und Büchsenschuß Platz. Wie auch Altmeister Reimann hatte Büchsenschuß seit April keinen Hallenvolleyball mehr in den Händen gehalten. Der USV legte sofort los wie die Feuerwehr und das Training der letzten Wochen sowie das Vorbereitungsturnier beim SC Potsdam zahlten sich aus. Im Kollektiv und positiv unterstützend, gestaltete sich ein offenes Spiel mit vielen guten Abwehr- und Angriffsszenen. Doch trotz der Auszeiten und guten Tipps von Martin Grohs, welcher als Co-Trainer auf der Bank Platz nahm, kam es am Ende des Satzes zu altbekannten Problemen. Es fehlte die Konstanz sowie Durchschlagskraft in der Crunchtime und niemand konnte die Dessauer entscheidend unter Druck setzen, welche wiederrum den ehemaligen Zweitligaspieler und späteren MVPs Fabian Kempf auf der Diagonalposition wussten und den Satz mit 25:22 gewannen.

Im zweiten Satz zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Obwohl vor allem Schulze und Marchal einen Punkt nach dem anderen über Mitte fabrizierten und ersterer dadurch die Außenangreifer teilweise sogar blockfrei! spielen konnte, setzte sich Dessau am Ende des Satzes wieder ab und gewann 25:20. Das Trainergespann reagierte. Dahmann kam auf Mitte, Büchsenschuß (bereits zuvor eingewechselt) auf Außen und Borger wechselte auf Diagonal. Die Wechsel zeigten sofort Wirkung und Potsdam setzte sich direkt mit 7:0 ab. Vor allem Büchsenschuß offenbarte eine ungeahnte Durchschlagskraft im Angriff, die seine Trainingsausrede „Schulterschmerzen“, wie eine Farce erschienen ließ. Endlich nutzte der junge USV seine Chancen und spielte Dessau phasenweise an die Wand. Vom Gegner dermaßen eingelullt, gab man den zwischenzeitlichen 10-Punkte-Vorsprung wieder her und siegte dennoch 25:18.

Im letzten Satz des Tages zeigte die Einschläferungstaktik der Gäste Wirkung und der USV lief den gesamten Satz einem Rückstand hinterher. Am Ende fehlte wieder die Konstanz in der Annahme sowie auch ein bisschen die Kondition und man verlor 25:19.

Trotz des Ergebnisses war das Potenzial des Teams deutlich zu erkennen. Eine über weite Strecken gute Annahme, ein variables Zuspiel, gute Angriffe und ein konstruktiver positiver Mannschaftsgeist machen Mut für die Saison. Im Aufschlag und Block muss jedoch definitiv noch nachgelegt werden. Die Chance dafür gibt es am nächsten Samstag (22.09.2018) auswärts um 15 Uhr in Berlin bei der SG Rotation Prenzlauer Berg.

Für den USV am Ball:

Thomas Schulze, Attila Dahmann, Paul Borger, Philip Marchal, Roger Büchsenschuß, Felix Taubert, Christoph Schneider, Jens Reimann

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