Es war wahrlich das Spiel der Saison der Damen des USV Potsdam: Nach einer taktischen Meisterleistung gewannen die Potsdamerinnen am Samstag (12.01.2019) mit 3:1 gegen die zweiten Damen des BBSC Berlin (9:25, 25:23, 25:20, 25:20).

Nach einem stimmungsvollen und motivierten Einlauf unter Regie von Hallensprecher Sven Wüsthoff überraschten die Potsdamerinnen den Gegner zu Spielbeginn mit ihrer taktischen Maßgabe, keinerlei körperliche und emotionale Arbeit in den ersten Satz zu investieren. Abgesehen von einigem Abklatschen nach Wechseln und insgesamt zehn eigenen Aufschlägen galt es Energie zu sparen und den lautstark feiernden und sich auspowernden Gegner gewitzt in die Falle laufen zu lassen. Während die jungen Gäste ihre besten Aufgaben und härtesten Angriffe in ein quasi unverteidigtes Feld schlugen, plante man auf der Bank des USV spätestens beim Stand von 5:20 den besten Weg, die aufgestellte Falle zuschnappen zu lassen.

Nach dem Verlust des ersten Satzes (9:25) verzichtete Falko Nowak mit seinem Co-Trainer Thomas „Schulle“ Schulze für viele der etwa 75 Zuschauer etwas überraschend auf die erwartete Brandrede und erläuterte den Spielerinnen die zurechtgelegte Taktik das Spiel endlich in die vorhergesehene Richtung zu drehen. Zwar musste das Team im ersten Teil des zweiten Satzes noch die selbst auferlegte Lethargie des ersten Abschnitts abschütteln und geriet zwischendurch mit 8:16 ins Hintertreffen, jedoch war dies nur der letzte Zug des ausgefeilten Plans zur Festigung des sechsten Platzes der Dritten Liga Nord. Mit der Wieder-Einwechslung von Kapitänin Martina Gast wendete sich das Blatt des Spiels und die bisher nur latent vorhandene Freude am Spiel trat bei den Damen des USV zusehends zutage. Die spätere MVP startete mit einer Aufschlagserie zum 14:16 die Aufholjagd, welche auch durch die erste Auszeit des merklich überraschten Gästetrainers beim Stand von 11:16 nicht unterbunden werden konnte. Die Potsdamerinnen zeigten von nun an eine starke kämpferische Leistung, erarbeiteten sich über eine sehr gute Abwehr und dank verbesserter Blockarbeit durch die eingewechselte Alexandra Schulze immer wieder Punkte und blieben im eigenen Sideout ruhig. Schlussendlich setzte sich im zweiten Satz erwartungsgemäß die größere Erfahrung durch und die Seiten wurden nach einem 25:23 für die Potsdamerinnen gewechselt.

Aufgrund der starken Leistung seiner Mannschaft im zweiten Satz ließ Falko Nowak seine Spielerinnen unverändert auf die Platte zurückkehren. Angetrieben durch die Anfeuerungen der Reservespielerinnen und der Fans, bei denen im Laufe des dritten Satzes bisher vorhandene Apathie durch zunehmende Bereitschaft zur Unterstützung verdrängt wurde, ließ die Heimmannschaft keinen Zweifel an ihrem Vorhaben, den dritten Satz für sich zu entscheiden. Auf Grundlage einer wiederum sehr guten Feldverteidigung lagen die Spielerinnen des USV durchgehend in Führung und gewannen den Satz folgerichtig sicher mit 25:20.

Spätestens beim anschließenden Seitenwechsel zeigten sich beim Gegner emotionale und körperliche Spuren, die die taktische Raffinesse des Heimteams hinterlassen hatten. So raffte sich der BBSC im vierten Satz noch einmal auf, konnte diesen zu Beginn offener gestalten und auch zeitweise die Führung übernehmen. Die Potsdamerinnen waren nun jedoch zu gefestigt und zeigten auch im Angriff zunehmend überlegte Spielzüge. Beim Stand von 11:11 waren die Gäste letztmalig gleichauf, verloren von dort an durch mehrere Eigenfehler in der Annahme und im Angriff jedoch den Anschluss. Die steigende Fehlerquote nutzte der USV zu einem erneuten 25:20-Triumph und so behielten die Gastgeber die drei Punkte in der Brandenburgischen Landeshauptstadt.

Vielen Dank an alle Helfer, die wie immer zu einem reibungslosen Ablauf des Spieltages beigetragen haben!

Für den USV am Ball:

Alexandra Schulze, Anne Borrmann, Tina Marie Patzner, Maria Heidelberger, Gina Schilke, Tanja Bergmann, Martina Gast, Lisa Schröder, Susann Sass, Ivette Pollack, Paula Fabian, Isabelle Manoury, Cindy Kremer

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