Die Damen des USV Potsdam haben ihre beiden Heimspiele in der Landesliga Nord mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. Gegen die vierte Vertretung des SC Potsdam gewann das Team von Trainer Krakow mit 3:2, musste sich jedoch anschließend dem VfB Blau-Weiß Brandenburg denkbar knapp mit 16:18 im Tiebreak geschlagen geben.

Unter der Woche herrschte etwas Unsicherheit im Team als durchsickerte, dass Universalspielerin Dahmann und Annahme-Außen Josephine Messer ihre Karriere beim USV mit sofortiger Wirkung an den Nagel hängen werden. Zudem fehlten am Spieltag mit Karina Rattke, Libera Johanna Meyer und Christin Eulau drei wichtige Stützen der Mannschaft, so dass letztendlich nur aus einem Pool von 8 Spielerinnen geschöpft werden konnte. Gegen die junge Mannschaft des SCP IV begann man also mit folgender Aufstellung: Im Mittelblock agierten wie gewohnt Alexandra Schramm und Ulrike Engel, die Annahme-Außen-Positionen besetzten Claudia Dittrich und Josephin Mischke. Diagonal zur Zuspielerin Mandy Reimann agierte Grit Raßmann. Auf der Bank nahmen zunächst die zweite Zuspielerin Henriette Werbelow und Diagonalspielerin Jennifer Tabatowski platz.

Der erste Satz begann standesgemäß gegen technisch gut ausgebildete aber noch etwas unerfahren wirkende Spielerinnen des SC Potsdam IV mit einer 13:5-Führung, die jedoch leichtfertig hergegeben wurde. Vor allem die Annahme und Dankeballverwertung ließ zu dieser Phase deutlich zu wünschen übrig, so dass der Vorspung kontinuierlich schrumpfte und beim 23:24 seinen Höhepunkt fand. Erst die zweite Auszeit von Trainer Krakow sicherte den glücklichen 26:24-Erfolg nach einem abgewehrten Satzball des Gegners.

Im zweiten Satz startete man äußerst konzentriert und wollte den vorzeitigen K.O. des SC Potsdam erzwingen. Mit einer 8:4, 10:5 und 15:6-Führung im Rücken lag man bereits 24:12 in Front, bevor der Gegner noch auf 16:25 herankam.

Diesen Schwung retteten die SC-Mädels von Trainer Georg Meyer herüber. Anders sind die beiden erheblichen Nackenschläge für den USV in den Sätzen 3 und 4 nicht zu erklären: nach 11:13 im dritten Abschnitt fing man sich eine 14:25-Klatsche ein! Im vierten Abschnitt scheiterte man mit 16:25 an den eigenen Ansprüchen. Nun musste also der Tiebreak her, um ein Spiel mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten zu entscheiden.

Hier beginnt der USV Potsdam gewohnt konzentriert und schlägt den SC Potsdam IV letztendlich verdient mit 15:11 – durchatmen!

Nach einer kurzen Pause ging es weiter – Neues Spiel, neues Glück? Gegner Blau-Weiß Brandenburg sollte nun ebenfalls bezwungen werden. Das Spiel begann ausgeglichen (12:10) bevor man mit 12:15 ins Hintertreffen geriet. Diese Führung hatte bis zum Satzende bestand und ließ die Gäste beim 21:25 erstmals jubeln. Hier machten sich vor allem die personellen Engpässe bemerkbar, die keine wirklichen Wechselalternativen zuließ.

Satz 2 hingegen zeigte, dass Brandenburg mit dem Wechsel der Zuspielerin nicht unbedingt in den Wundertüte gegriffen hatte. Nachdem der USV mit 12:6 in Führung gegangen war, setzte man sich nach zwischenzeitlichem 17:9 mit 25:15 durch.

Der dritte Abschnitt sollte von Spannung zunächst nicht zu überbieten sein: Nachdem der VfB bereits bei 22:24 zwei Satzbälle hat, konnte der USV Potsdam auch bei 24:25 und 25:26 zwei weitere Satzbälle abwehren, ehe man selbst bei 27:26 trotz mehrerer aussichtsreicher Angriffsoptionen die Chance nicht nutzen kann selbst den Sack zuzumachen. So unterlag man unglücklich mit 27:29.

Der vierte Satz wurde nun mit 25:21 jedoch wieder zu Gunsten des USV entschieden, so dass auch in diesem Spiel der Tiebreak entscheiden musste. Aufgrund endlos anmutender Ballwechsel und bereits neun gespielter Sätzen in den Knochen fehlte neben dem entscheidenen Quäntchen Glück am Ende auch die Kraft um den Sieg erzwingen zu können – das Team des USV wehrte zunächst zweimal erfolgreich einen VfB-Matchball ab um dann doch mit 16:18 das Nachsehen zu haben. Für die Fans in der Halle war es jedoch ein spannendes Spiel auf gutem Niveau, quasi ein Volleyball-Fest (!), dass mit Blau-Weiß eher den glücklicheren denn den verdienten Sieger fand.

Mit etwas mehr personellen Alternativen im Rücken wäre sicher auch der Sieg drin gewesen. Dennoch bleibt zu konstatieren, dass vor allem die Mittelblocker ihre ungewohnte Rolle in Annahme und Feldabwehr aufgrund des Fehlens von Libera Meyer hervorragend lösten und eine wichtige Stütze einer Mannschaft bildeten, die endlich einmal auch als Team überzeugen konnte.

Der nächste Spieltag findet am kommenden Samstag statt: dann trifft man in Potsdam auf den PVC 91 und VSV Havel Oranienburg.

Im anschließenden Spiel schlug Brandenburg den SC Potsdam mit 3:1 und um 19:00 Uhr war man dann nach achteinhalb Stunden in der Sporthalle auch irgendwie froh wieder zu Hause zu sein.

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Volleyball-Marathon endet mit Sieg und Niederlage
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