Der USV Potsdam ist in die Vorbereitung zur Saison 2011/2012 gestartet. Bei einem eintägigen Vorbereitungsturnier in Brandenburg an der Havel zahlte das Team zwar reichlich Lehrgeld, zeigte jedoch auch viele hoffnungsvolle Ansätze, die es nun im Training zu konservieren gilt.

Dabei traten mit Ulrike Engel, Christin Eulau und Alexandra Schramm drei der „USV-Oldies“ und mit Sabine Zacharias, Jenny und Aileen Pohl sowie Annett Engel vier Neuzugänge die Reise havelabwärts für das Team von Trainer Thomas Schulze an.

Aufgrund des kleinen Kaders fühlte man sich doch sehr an die Vorsaison erinnert, als es einst derer sechs bis sieben Spielerinnen zu den Spieltagen schafften. Dass diese Momentaufnahme allerdings der Urlaubs-, Beach- und Semesterferienzeit geschuldet ist, lässt allemal Grund zur Hoffnung, besitzen doch mittlerer Weile 14 einsatzfähige und hochmotivierte Spielerinnen einen Pass für den USV Potsdam.

Semioptimale Testbedingungen also. Trainer Schulze schickte ungeachtet dessen im ersten Match des Tages gegen VSV Havel Oranienburg (Aufsteiger in die Brandenburgliga) folgende Sechs ins Rennen: Jenny Pohl agierte im Zuspiel, Annett Engel auf Diagonal, die Außen wurden durch Aileen Pohl und Christin Eulau besetzt, während Ulrike Engel und Alexandra Schramm im Mittelblock spielten. Als Libera agierte Sabine Zacharias für die Mittelblocker.

Nach monatelangem Training für die „Neuen“ nun also die erste Wettkampfsituation. Das Team startete mit einer erstaunlichen Gelassenheit in die Partie, während Oranienburg zunächst erhebliche Anpassungsprobleme an Hallenluft, Lichtverhältnisse und/oder Ball offenbarte. So konnte man gegen den haushohen Favoriten bis Mitte des ersten Satzes gut mithalten, ehe sich der Gegner mehr und mehr stabilisierte und letztlich deutlich mit 25:16 den ersten Satz gewann. Im zweiten Abschnitt enttäuschte der USV gänzlich und offenbarte zudem handfeste Schwächen in Annahme und Feldabwehr, sodass Oranienburg die Potsdamer mühelos mit 25:7 demontierte.

Das zweite Spiel gegen die Landesligamannschaft von Ligakonkurrent und Gastgeber VfB Blau-Weiß Brandenburg begann ähnlich katastrophal. Die Feldabwehr fand teilweise gar nicht statt und aussichtsreiche Dankeball-Situationen wurden durch zu flache oder ungenaue Ballannahmen verschenkt. Dazu gesellten sich sieben eigene Aufschlagfehler, welche das 13:25 besiegelten. Erst zum Ende des zweiten Satzes warf die im Vergleich zur ersten Partie unveränderte Mannschaft Kampf und Leidenschaft in die Waagschale und schraubte die 21:25 Niederlage in erträglichere Punktregionen.

Im dritten Spiel ging es abermals gegen ein Team des Brandenburgischen Volleyballverbandes, den Landesligaaufsteiger und zukünftigen Punktspielgegner SV Leonardo da Vinci Nauen. Während der erste Abschnitt noch mit 21:25 verloren ging, konnte der USV Potsdam den zweiten Abschnitt mit 26:24 für sich entscheiden und somit endlich den ersten Erfolg verbuchen. Dem vorausgegangen war in der Satzpause der Wechsel unserer beiden Engel: Ulrike übernahm den Diagonalangriff, Annett (süße 193cm lang) agierte nun erfolgreich (erster Block zum 1:0!) im Mittelblock.

Als Vorrundenvierter war man nun in einer Spielrunde mit dem Berliner Bezirksligisten BVV II und der Bezirksklasse von Rotation Prenzlauer Berg. Gegen Rotation wechselten zudem Aileen Pohl und Sabine Zacharias den Libera-Posten und die Annahme-Außen-Position. Unterdessen gab Ulrike Engel ein stattliches Bewerbungsschreiben für ein Stammplatz im Diagonalangriff ab und auch die beiden Mittelblocker zeigten sich nun deutlich verbessert – Resultat war ein 15:13 und 15:11-Erfolg. Im letzten Spiel gegen die zweite Mannschaft des BVV schwanden allmählich die Kräfte und der USV ergab sich nach einem langen Tag in sein Schicksal – 9:15 und 10:15.

Fazit: Auch wenn Volleyball ein reiner Ergebnissport ist, zeigten die Potsdamerinnen mit Jenny Pohl im Zuspiel gute Ansätze vor allem im Angriffsspiel. Die offenbarten Schwächen in der Annahme sowie im Block-Feldabwehr-Komplex gilt es nun im Training anzugehen, so dass zum ersten Punktspiel am 01. Oktober 2011 eine Mannschaft auf dem Feld steht, die vor Einsatz- und Spielfreude nur so sprüht – dann muss einem um den Ligaverbleib als Saisonziel nicht bange sein.

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