Das erste Damenteam des USV Potsdam hat beim „Fritze-Bollmann-Cup“, dem Vorbereitungsturnier der Sportfreunde Brandenburg 94, den zweiten Platz belegt. Dabei setzte sich das Team gegen Brandenburgligist SC Potsdam III mit 2:0 (25:14, 25:17) und die Regionalligisten Berliner VV (25:18, 20:25, 15:12) und Marzahner VC (10:25, 27:25, 15:12) im Tiebreak durch. Einzig gegen die Gastgeber der Sportfreunde Brandenburg setzte es im zweiten Spiel des Tages eine 1:2-Niederlage (20:25, 25:21, 11:15), sodass man am Ende um 8 kleine Punkte und somit denkbar knapp am Turniersieg vorbeischrammte.

Fünf Mannschaften traten in Brandenburg an der Havel im Spielmodus „jeder gegen jeden“ an. Gespielt wurden zwei Gewinnsätze, für den USV hieß das zunächst: Spielfrei! So hatte das Team, in welchem am heutigen Tage unsere drei Neuzugänge Susi, Tini und Plaschi debütierten, zu Turnierbeginn dann auch sogleich die Möglichkeit, die anderen Teilnehmer ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Im ersten Spiel mit USV-Beteiligung erwartete die Mannschaft von Trainer Thomas Schulze im Anschluss dann die dritte Vertretung des SC Potsdam. Der Brandenburgligist, Minuten zuvor vom SFB bezwungen, leistete zunächst enttäuschend wenig Gegenwehr: Einzig vermehrt einsetzende Unkonzentriertheiten seitens des USV schraubten die zwischenzeitliche 12:2 und 17:3-Führung (!) in für den Gegner erträglichere Regionen, sodass dieser am Ende noch auf 14 Punkte kam. Im zweiten Satz agierte der USV im Potsdamer Derby ebenfalls äußerst souverän, weshalb der erste Turniersieg auf der Habenseite verbucht werden konnte (25:17).

In der Partie gegen Gastgeber Brandenburg ersetzten zunächst Martina Gast und Madlen Schulze die im ersten Match nahezu fehlerfrei agierenden Elisa Eichholz und Sabine Zacharias auf Zuspiel- und Liberoposition. Dass die Mannschaft bislang nur drei gemeinsame Trainingseinheiten mit den Neuzugängen absolviert hatte, merkte man ihr dabei nicht an. Der SFB, auf zwei Positionen zur Vorsaison stark verbessert, entpuppte sich jedoch als echter Prüfstein: Im ersten Satz hielt der USV bis zum 15:16 mit dem Regionalliga-Aufsteiger mit, dann musste man sich doch 20:25 geschlagen geben. Der zweite Abschnitt konnte dank einer Steigerung in der Annahme mit 25:21 gewonnen werden, im Tiebreak unterlag man eher unglücklich gegen einen Gegner, der den Sieg im Anschluss feierte, als wäre er soeben in die Bundesliga aufgestiegen (11:15).

Gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts musste sich die Mannschaft ebenfalls bis in den Tiebreak quälen, um den amtierenden Berliner Meister in die Knie zu zwingen. Da der SFB sein Spiel gegen den Marzahner VC verlor, hätte der USV mit einem 2:0-Sieg im letzten Spiel den Titelgewinn perfekt machen können. Dass die von Horst Dutz trainierten Berlinerinnen etwas dagegen hatten, war jedoch schnell am Spielstand abzulesen. Der erste Abschnitt wurde zu einem Debakel – Marzahn war in allen Belangen überlegen: Ob Block- oder Feldabwehr, Annahme oder Angriffsverwertung – der Gegner leistete sich schlichtweg keine Fehler. So gingen die Potsdamerinnen 10:25 baden. Als auch im zweiten Satz der Rückstand von 6:9 und 8:13 auf 17:22 anwuchs, setzte wohl niemand mehr einen Pfifferling auf die Golmer Mannschaft. Doch angeführt von einer stark verbesserten Ulrike Engel am Aufschlag, zwang man Berlin erst in zwei Auszeiten und anschließend in den Tiebreak (27:25). Dort obsiegte das Team in einem verlorenen geglaubten Spiel mit 15:12, nachdem man zwischenzeitig bereits mit 10:4 in Front lag und es am Ende noch ein wenig spannend machte. Schlussendlich verwies man die Marzahner mit diesem Erfolg auf den dritten Turnierplatz. Ärgerlich: Man selbst (+11) lag in der Endabrechnung lediglich 8 kleine Punkte hinter Gastgeber SFB (+19).

In den kommenden Wochen wird die Mannschaft vor allem im Athletik- und Schnelligkeitsbereich arbeiten, um topfit am 22. September in die Saison zu starten. Auch die Blockarbeit wird dabei besonders im Fokus stehen: Im gesamten Turnierverlauf gelangen dem USV Potsdam nur 8 direkte Blockpunkte in 11 Sätzen! Umso höher ist die Leistung zu bewerten, die an diesem Tag trotz der miserablen Quote auf’s Parkett gezaubert wurde. In dieser Verfassung wird die Mannschaft auch als Aufsteiger in die Brandenburgliga sicher zu den Titelfavoriten zählen.

Für den USV am Ball:

Elisa Eichholz, Martina Gast, Alexandra Schramm, Julia Ließ, Franziska Hörnlein, Susann Rosenthal, Sabine Zacharias, Madlen Schulze, Ulrike Engel

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