Die erste Volleyball-Damenmannschaft des USV Potsdam bewies am Samstag (16.11.2013) in Cottbus einmal mehr ihre Spielstärke und gewann ihre beide Partien gegen den SV Motor Hennigsdorf und die Gastgeber des HSV Cottbus mit 3:0-Sätzen. In der Tabelle rangiert das Team weiterhin auf Rang 3 – hinter dem SC Potsdam II und dem 1. VC Herzberg, der im Spitzenspiel vom Tabellenführer mit 3:1 in die Schranken gewiesen wurde.

Im Spiel gegen Hennigsdorf bot sich dem USV Potsdam die Chance ein wenig zu experimentieren. Da mit Außenangreiferin Nora Makowski und Mittelblockerin Julia Ließ lediglich zwei Spielerinnen fehlten, Grit Raßmann jedoch aufgrund einer Oberschenkelzerrung nur bedingt einsetzbar war und der Trainer mögliche Alternativen testen wollte, fand sich die Libera Cindy Kremer im Außenangriff wieder, während sich Madlen Schulze (K1) und Sabine Zacharias (K2) den Libero-Posten teilten und Allzweckwaffe Susi Rosenthal zunächst auf der Bank Platz nahm.

Das Spiel gegen Hennigsdorf begann trotz einer 5:2-Führung zunächst recht verhalten. Das Team leistete sich ob der ungewohnten Konstellation zunächst einige Unkonzentriertheiten, so dass die tapfer kämpfenden Randberliner bei 13:13 den Ausgleich bejubeln konnten. Dann jedoch zogen die Potsdamer – im weiteren mit Franzi Hörnlein auf der zweiten Außenposition, Diagonalspielerin Ulrike Engel und Zuspielerin Martina Gast, sowie den Mittleblockern Alex Schramm und Maria Heidelberger auf dem Parkett – auf und davon. Vor allem letztere sorgte dabei für viele direkte Blockpunkte. Der Motor aus Hennigsdorf geriet danach erheblich ins Stottern und lief zu keiner Zeit mehr so richtig rund, weshalb dem USV Potsdam ein unspektakuläres 3:0 gelang (25:16, 25:18, 25:17), an welchem alle anwesenden USV-Spielerinnen ihren Anteil hatten, aber nicht voll gefordert wurden.

In der zweiten Partie des Tages wollte sich der Gastgeber HSV Cottbus für die Klatsche, die er sich am ersten Spieltag in Golm eingefangen hatte (0:3 mit insgesamt 34 eigenen Punkten!), revanchieren. Dieses Vorhaben musste man angesichts des ersten Satzes (25:12 für Potsdam) schon fast als gescheitert betrachten. Doch im zweiten Satz änderte sich das Bild. Beim USV schlichen sich vermehrt Eigenfehler ein, während die Gastgeber nun mehr Druck am Aufschlag entwickelten und in der Feldabwehr zunehmend agiler wurden. So fing sich das Team von Trainer Thomas Schulze erst einen 8:10, 9:14, 11:17 und 15:21-Rückstand ein. Es brauchte zwei Auszeiten, einen Diagonalwechsel und unsere Kapitänin Franzi Hörnlein, um doch noch die Wende für den USV herbeizuführen. Dabei hatte man trotz eines 19:23 und 20:24 eigentlich nie wirklich das Gefühl den Satz tatsächlich verlieren zu können – wohl wissend, dass ähnliche Situationen auch an den letzten Spieltagen mit Bravour gemeistert wurden. Als dann Maria Heidelberger am Aufschlag Nerven wie Drahtseile zeigte, ein Ass und zwei Service-Winner zum 24:24 beisteuerte, musste sich der USV „nur noch“ zweier Satzbälle erwehren, ehe er sich in einem packenden Schlussspurt mit 30:28 durchsetzen konnte. 2:0-Führung, der Gegner am Boden? Mitnichten! Wer nun dachte, dass nach einer Klatsche im ersten und einem aus Cottbuser Sicht sehr unglücklich verlaufenem Finish im zweiten Satz bereits alle Messen gesungen sein sollten, sah sich getäuscht. Zwar übernahm der USV standesgemäß schnell mit 8:3 und 11:6 die Führung, dann jedoch leisteten die Gastgeber wieder erbitterten Widerstand, die Trainer Schulze zum Schock des eigenen Teams komplett reaktionslos zur Kenntnis nahm. Schließlich gelang es den Landeshauptstädtern auch ohne die eigentlich längst überfällige Auszeit nach 14:13 und 17:17 wieder ins Spiel zurückzufinden. So bewies die Mannschaft auch in dieser ungewohnten Situation erneut Nervenstärke und behielt mit 25:23 die Oberhand – eine nicht zu unterschätzende Qualität, die vor allem im Damenbereich in dieser Form nicht oft zu beobachten ist.

Der USV Potsdam geht also voller Selbstvertrauen in eine dreiwöchige Spielpause. Am 07. Dezember 2013 (Samstag) kommt es dann im Potsdamer Schlaatz zum Aufeinandertreffen mit dem bislang ungeschlagenen Nachwuchs-Leistungskader des SC Potsdam II, der derzeit von Landesauswahltrainer Christian „Theo“ Lotsch betreut wird. Dass ein Großteil des USV-Teams aus persönlichen Befindlichkeiten für dieses Spiel keine Extra-Motivation benötigen wird, dürfte allen Beteiligten klar sein. Die Sportbild spricht bereits von einem bevorstehenden Schlachtefest. Dabei darf nicht vergessen werden, dass um 11 Uhr an jenem ersten Schicksalstag noch ein ähnliches Kaliber auf die „Ladies in red“ aus Golm wartet: Auch der KSC ASAHI Spremberg, derzeit vierter der Tabelle, wird alles daran setzen dem Aufsteiger aus Golm ein Bein zu stellen.

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1. Damen: Schadlos in Cottbus
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