Die erste Mannschaft des USV Potsdam konnte am Sonntag (12.01.2014) in Hennigsdorf die Tabellenführung in der Brandenburgliga der Damen übernehmen. Zunächst setzte sich das Team in einer umkämpften Partie gegen den HSV Cottbus mit 3:1-Sätzen (25:22, 25:23, 15:25, 25:17) durch. Im Anschluss wurde Gastgeber Motor Hennigsdorf vom USV Potsdam mit 3:0 (25:21, 25:16, 25:6, 50 Minuten) in die Schranken gewiesen.

Vor Beginn des Spieltages waren zwei Dinge Gewissheit: Erstens würden vier Punkte aus den beiden Spielen gegen Cottbus und Hennigsdorf reichen, um erstmals seit dem ersten Spieltag die Spitzenposition der Liga zu erobern und zweitens durfte man auf dem Weg dorthin die bevorstehenden Aufgaben keinesfalls unterschätzen. Cottbus hatte zuletzt mit dem SC Potsdam II den ärgsten Verfolger des USV in die Knie gezwungen und reiste zudem mit voller Kapelle im Havelland an. Und auch Hennigsdorf befand sich im Aufwind, feierte man doch am letzten Spieltag den ersten Saisonsieg. Bei den Potsdamerinnen hingegen fehlten mit Madlen Schulze und Nora Makowski zwei wichtige Stützen im Team. So musste Libera Cindy Kremer für die in Schonhaltung agierende Susi Rosenthal neben Kapitänin Franzi Hörnlein im Außenangriff an den Start gehen. Dass Diagonalspielerin Grit Raßmann und Mittelblockerin Julia Ließ aus persönlichen Gründen extra nur für das eine Spiel gegen Cottbus aus Potsdam anreisten, untermauerte indes, dass die Mannschaft die Bedeutung der Partie einzuordnen wusste.

Hinein ins Spiel: Der erste Satz begann alles andere als souverän. Cottbus und Potsdam leisteten sich teilweise haarsträubende Fehler und schnell wurde klar, dass dem Gegner nur über die Breite des Kaders beizukommen war: Als bei 16:16 Ulrike Engel und Elisa Eichholz im Diagonalwechsel auf’s Feld kamen, stabilisierte sich der USV und beendete den ersten Satz 25:22. Der zweite Abschnitt verlief ähnlich spannend, wobei sich jedoch beide Teams an die stetig wechselnden Lichtverhältnisse und die anfangs arktischen Temperaturen in der Halle zu gewöhnen schienen und sich steigern konnten. Inzwischen sahen Trainer Thomas Schulze, die Co-Trainer Mario Kuss und Christian Kuhn sowie Physiotherapeut Marcus Götze ein umkämpftes Spiel, indem sich Cottbus trotz eines zwischenzeitlichen 10:15 und 20:23 nie aufgab, sich aber 23:25 geschlagen geben musste. Über den dritten Satz müsste man eigentlich den Mantel des Schweigens hüllen – da der letzte Satzverlust nun aber schon knapp drei Monate zurückliegt (am 19.10. in Herzberg) sei der Konkurrenz hiermit eidesstattlich versichert, dass auch wir schlagbar sind. Cottbus gelang zu diesem Zeitpunkt des Spiels einfach alles und die Lausitzer brachten auch längst verloren geglaubte Bälle wieder über’s Netz zurück, während Potsdam die Ballannahme verweigerte – Resultat: 15:25. Dem großen Kader sei Dank konnte Maria Heidelberger nun auf Annahme-Außen wechseln und dort neben Annahme-Libera Susi Rosenthal alsbald für die nötige Stabilität sorgen. Dennoch drohte nun das Spiel zu kippen. Cindy Kremer sorgte beim Stand von 1:6 dafür, dass Franzi Hörnlein eine 5-minütige Pause bekam, was bei ihr sofort neue Kräfte freisetzte. Spätestens als Maria Heidelberger nach dem 15:15-Ausgleich sechs Aufschläge zum 21:15 durchbrachte und die zurückgekehrte Spielführerin alles zerdrosch, was ihr vor den Schlagarm kam, war die hohe Hürde HSV Cottbus endgültig genommen – 25:17. Bemerkenswert: Cottbus holte in der Summe nur 3 Punkte weniger (87) als der USV Potsdam (90).

Die Partie gegen die Gastgeber aus Hennigsdorf ist hingegen relativ schnell erzählt. Der USV tat gegen einen zunächst tapfer kämpfenden aber athletisch deutlich unterlegenden Gegner nicht mehr als nötig, um einen ungefährdeten Sieg einzufahren. Dabei kamen abermals alle anwesenden Spielerinnen zum Einsatz, so dass Zuspielerin Martina Gast sogar ihr Debüt im Außenangriff feiern konnte und einen Angriffspunkt zum 25:21-Erfolg im ersten Satz beisteuerte. Nachdem Satz zwei problemlos verlief (25:16), appellierte Co-Trainer Mario Kuss in der Pause an das Team, dass der Gegner normalerweise „unter zehn“ zu bezwingen sei. Anscheinend war dies noch einmal eine Initialzündung für die Damen des USV – nach 12 Minuten stand es 25:6 – die Tabellenführung war perfekt.

Getreu dem Sprichwort „Wer den Platz an der Sonne erobert hat, richte sich darauf ein, die Hitze zu ertragen.“ reist der USV Potsdam bereits am kommenden Samstag (11.01.2014) nach Eisenhüttenstadt, um dort dem SC Potsdam III und dem VSB offensiv Eisenhüttenstadt 6 weitere Punkte abzunehmen.

Für den USV in Hennigsdorf am Ball:

Elisa Eichholz, Franzi Hörnlein, Susi Rosenthal, Cindy Kremer, Maria Heidelberger, Julia Ließ, Grit Raßmann, Ulrike Engel, Sabine Zacharias, Alexandra Schramm, Martina Gast

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Brandenburgliga: 1. Damen übernehmen Tabellenführung
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