Die erste Damenmannschaft des USV Potsdam hat am Samstag (18.01.2013) ihre beiden Auswärtsspiele in Eisenhüttenstadt verloren. Sowohl gegen den SC Potsdam III (25:27, 20:25, 25:22, 25:22, 10:15, 99 min) als auch gegen Gastgeber VSB offensiv Eisenhüttenstadt (25:20, 25:27, 23:25, 25:15, 13:15, 102 min) musste sich der Tabellenführer der Brandenburgliga mit 2:3 geschlagen geben.

Supoptimale Trainingsbedingungen, eine personell stark ausgedünnte Mannschaft und vor allem die fehlende Cleverness in den entscheidenden Spielsituationen sorgten am Samstag für zwei unnötige und vermeidbare Niederlagen des USV Potsdam. Beim mit „nur“ 10 Spielerinnen angereisten USV, bei dem Christin Semmler ihren Einstand im USV-Dress gab, fehlten neben den Annahme-Außen Susi Rosenthal und Nora Makowski auch Mittelblockerin Julia Ließ sowie Libera Madlen Schulze. Martina Gast laborierte noch an einer Knieverletzung aus der Vorwoche, trat jedoch die Reise an die Oder mit an. Aus diesem Grund schickte Trainer Thomas Schulze folgende Startsechs ins Rennen: Alex Schramm und Maria Heidelberger agierten im Mittelblock, Cindy Kremer und Franzi Hörnlein im Außenangriff, Ulrike Engel als Diagonale zu Zuspielerin Elisa Eichholz. Sabine Zacharias spielte in ihrer Heimatstadt als Libera. Den Start ins Spiel gegen den SCP verpennte das Team gründlich: Nach einem 0:5 fing sich die Mannschaft jedoch wieder und zog auf 19:16 am Gegner vorbei. Da beide Teams phasenweise jegliche Durchschlagskraft im Angriff vermissen ließen, entwickelten sich mit einer schönen Regelmäßigkeit minutenlange Ballwechsel, die zu allem Überfluss immer der Gegner für sich entschied. Auch ein zwischenzeitiger Diagonalwechsel zum Ende des ersten Durchgangs brachte nicht die erwünschte Wirkung, weshalb dieser nach 28 Minuten mit 25:27 verloren ging. Im zweiten Abschnitt war dann deutlich zu erkennen, dass der Mannschaft des SC Potsdam mit dem neuen Trainer Carlo Richardt ein wahrer Glücksgriff gelungen war. Er hat innerhalb kürzester Zeit ein Team geformt, das sich taktisch diszipliniert und unglaublich kämpferisch in der Feldabwehr präsentierte – so war der 20:25-Satzverlust nach 6:12 und 13:21 die logische Konsequenz. Inzwischen hatten auch Grit Raßmann und Christin Semmler das Feld betreten. Nachdem letztere zunächst im Außenangriff startete, agierte sie im dritten Abschnitt als Diagonalspielerin, um vor allem den Block zu stabilisieren. Auch aufgrund dieser Maßnahme und weil die Mannschaft nun leichtfertige Fehler unterließ, wurden die Sätze 3 und 4 jeweils mit 25:22 gewonnen. Im Tiebreak setzte sich dann allerdings wieder der SC Potsdam durch und sorgte für eine unnötige, wenn auch verdiente 15:10-Niederlage.

Direkt im Anschluss an diesen Volleyball-Marathon warteten die Gastgeber des VSB offensiv Eisenhüttenstadt auf den angeschlagenen USV. Im ersten Satz hatten jedoch zunächst die Gäste leichtes Spiel und kamen gegen seltsam unmotiviert wirkende Eisenhüttenstädterinnen zu einem 25:20-Erfolg. Im zweiten Satz sah der USV bei einer 22:18-Führung schon wie der sichere Sieger aus, vergeigte jedoch durch viele eigene Fehler den Schlussspurt und ließ die Gastgeber zurück ins Spiel kommen – 25:27. Inzwischen war nun auch Martina Gast trotz ihrer Knieprobleme im Einsatz, konnte jedoch auch nicht das drohende Unheil abwenden. Da neben dem zweiten auch der dritte Satz mit 2 Punkten Differenz nach Eisenhüttenstadt ging (23:25), stand Potsdam nun mit dem Rücken zur Wand. Dennoch fasste sich die Mannschaft ein Herz und gewann den vierten Abschnitt deutlich – 25:15. Während die Gastgeber spätestens ab der Satzmitte noch einmal alle Kräfte für den Tiebreak sammeln konnten, ging dem USV dort dann die Luft aus – 13:15.

Trotz dieser unnötigen Niederlagen steht der USV Potsdam weiter an der Tabellenspitze – einen Punkt vor dem SC Potsdam II, der sein Auswärtsspiel in Hennigsdorf erwartungsgemäß mit 3:0 gewann. Am 01. Februar 2014 kommt es dann in Golm zum nächsten Aufeinandertreffen mit den Sportschülerinnen aus Potsdam. Um diese Partie erfolgreich zu gestalten, bedarf es jedoch einer erheblichen Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen.

Für den USV am Ball:

Cindy Kremer, Ulrike Engel, Grit Raßmann, Franzi Hörnlein, Maria Heidelberger, Alexandra Schramm, Elisa Eichholz, Martina Gast, Christin Semmler, Sabine Zacharias

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1. Damen: USV unterliegt zwei Mal im Tiebreak
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