Die erste Herrenmannschaft des USV Potsdam hat in der Regionalliga Nordost am Samstag (01.03.2014) einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht: Gegen den VfK Südwest Berlin gelang dem Team von Coach André Rübensam in einer emotional geführten Partie ein 3:1-Erfolg (17:25, 25:15, 25:21, 25:12). Damit verbesserte sich die Mannschaft mit nun 23 Punkten wieder auf Tabellenplatz 8.

Für den VfK Südwest Berlin sollte das Gastspiel beim USV der vorletzte verbleibende Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt sein. Aus eigener Kraft konnte das Schlusslicht letzteren bereits vor Anpfiff der Partie nicht mehr realisieren, doch die Aussicht auf einen weiteren Ausrutscher des USV in den verbleibenden Saisonspielen nährte die Hoffnung auf ein Wunder. So reisten die Berliner mit 13 Spielern in der Landeshauptstadt an, darunter der bundesligaerfahrenre Routinier und Libero Christian „Mini“ Stangneth. Auf Seiten der Gastgeber konnte Trainer André Rübensam auf 11 Spieler zurückgreifen, wobei Mittelblocker Lars Hurtig nach knapp 2 Jahren aufgrund einer Erkältung von Attila Dahmann, der dennoch in der Halle zugegen war, ein äußerst gelungenes Comeback im Trikot der Potsdamer feierte.

So starteten die Gastgeber mit folgender Aufstellung (Position I bis VI) in die Partie: Andi Scheuerpflug, Piet Karohs, Martin Grohs, Andreas Jurisch als Diagonalspieler, Christian Grapentin als Annahme-Außen und Lars Hurtig. Der findige Leser wird dabei sofort erkannt haben, dass hierbei sämtliche Grundprinzipien der Volleyballkunst ad absurdum geführt wurden, was letztendlich daran lag, dass Coach Rübensam auf seiner Spielerliste kurzerhand die Rückennummern der Spieler Scheuerpflug und Karohs vertauscht hatte. So fand sich das Team während des ersten Satzes in Läuferpositionen wieder, die selbst erfahrenste Volleyballer vor masssive Kopfzerbrechen stellte. Das Resultat des Ganzen war wiederum eine, die gesamte Mannschaft belastende Unruhe, die durch die motiviert auftretenden und in der Feldabwehr bärenstark agierenden Gäste geschickt ausgenutzt wurde. So ging der erste Satz mit 17:25 flöten, während es in der anschließenden Satzpause an der Bank des USV zu tumultartigen Szenen kam, da ein von uns sehr geschätzter Zuspielkollege seine Nerven nicht im Griff hatte. Trainer Rübensam nahm den Fauxpas des ersten Satzes auf seine Kappe und schickte nun die gleiche Mannschaft – diesmal mit durchaus sinnvoller Startaufstellung – ins Rennen. Diese zog ihr Spiel sofort routiniert auf und startete mit einer 6:0-Führung ins nun auch für den USV beginnende Spiel. Der Gegner wehrte sich nach Kräften, scheiterte aber zu oft am Block der Gastgeber und steuerte zahlreiche Aufschlagfehler zu einem sicheren 25:15-Erfolg bei. Im dritten Satz, den der USV Potsdam mit 25:21 am Ende ebenfalls sicher nach Hause brachte, kam es abermals zu verbalen Explosionen des Potsdamer Zuspielers, woraufhin sich dieser vom souverän agierenden Schiedsgericht zurecht die rote Karte einhandelte. Unterdessen stach Libero Martin Hänel mit einer sehr guten Annahmeleistung heraus, während auch die Mittelblocker nun sowohl in Angriff als auch im Block mehr Bindung zum Spiel bekamen. So endete auch der vierte Abschnitt folgerichtig in einem Desaster für den VfK Südwest – 25:12! Auch unter dem neuen Trainer Thoralf Riederer haben die Berliner nicht entscheidend in die Erfolgsspur zurückgefunden. Vor dem Heimspiel des VfK am heutigen Sonntag gegen Tabellennachbar MTV Wittenberg sind die Chancen auf den Klassenerhalt fast nur noch theoretischer Natur.

Wie eng es im Mittelfeld der Liga derzeit zugeht, lässt sich übrigens sehr gut am Beispiel des TSV Spandau beobachten: Nachdem der Blick nach dem verlorenem Spiel gegen den USV noch nach unten ging, steht die Mannschaft mit einem 3:0-Erfolg beim CV Mitteldeutschland II nun auf Rang 3! Die Spergauer sind derweil auch der nächste Gegner für den USV: Am kommenden Sonntag (09.03.2014) erwartet ab 11 Uhr der derzeitige Tabellensechste die Potsdamer in der Jahrhunderthalle in Spergau. Das der USV Potsdam dort stark ersatzangeschwächt antreten werden muss, ist mittlerer Weile fast so etwas wie gute, alte Tradition.

Für den USV am Ball:

Andreas Scheuerpflug, Piet Karohs, Martin Grohs, Andreas Jurisch, Christian Grapentin, Lars Hurtig, Martin Hänel, Thomas Schulze, Erik Heidemann, Attila Dahmann, Michael Gärtner

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1. Herren: USV Potsdam zwingt VfK Südwest in die Knie
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Ein Kommentar zu „1. Herren: USV Potsdam zwingt VfK Südwest in die Knie

  • 3. März 2014 um 18:21
    Permalink

    Beste Grüße aus Cottbus. Viel Erfolg in den verbleibenden Spielen!
    Da ja der Spruch in unserem Gästebuch: „Am 04.11.2013 um 13:09 Uhr schrieb Zuschauer aus Potsdam:
    @Spielbericht 1.Männer
    …ausgepasst, am Ende der Saison steht der USV auf dem 2.Platz der RL-Tabelle (wie in jedem Jahr!).“

    leider nicht ganz Realität wurde, haben wir die brandenburger Fahnen in diesem Jahr mit dem Vize hochgehalten und hoffen, Euch würdig vertreten zu haben! Bis denne!

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