Die erste Damenmannschaft des USV Potsdam hat das Aufstiegsturnier zur Regionalliga Nordost 2014/2015 am Samstag (05.04.2014) in Berlin gewonnen. Der Brandenburgische Landesmeister setzte sich sowohl gegen den Titelträger aus Sachsen-Anhalt USC Mageburg mit 3:0 (25:10, 25:23, 25:20) als auch gegen die Gastgeber und Berliner Meister vom VfK Südwest Berlin II mit 3:1 (17:25, 25:16, 25:20, 25:22) durch. Damit spielt das Team von Trainer Thomas Schulze in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost. Das Spiel zwischen Magdeburg und dem VfK endete 3:0 für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt.

Nachdem sich alle am Aufstiegsturnier teilnehmenden Mannschaften in der Sporthalle der Paul-Schneider-Grundschule in Berlin-Lankwitz eingefunden hatten, ergab die Auslosung um 10:15 Uhr die Losnummer 1 für den USV Potsdam. Der USC Magdeburg zog die Nummer 2, Gastgeber VfK Südwest Berlin die Nummer 3. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Man hätte das Turnier damit eigentlich auch schon beenden können, spiegelte doch diese Reihenfolge auch exakt die spätere Abschlusstabelle wider. Der USC Magdeburg, im Vorfeld als stärkerer der beiden Kontrahenten eingeschätzt, war also für den USV Potsdam der erste Prüfstein auf dem Weg in die Regionalliga. An diesem Tag standen Coach Thomas Schulze hierfür 14 Spielerinnen zur Verfügung, wovon sich neben Martina Gast (Zuspiel), Ulrike Engel (Diagonal), Franzi Hörnlein und Anika Zülow (beide Annahme-Außen), Maria Heidelberger und Alexandra Schramm (beide Mittelblock) auch Madlen Schulze (Libera) in der Startaufstellung wiederfanden. Das Spiel gegen die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt, die in der gesamten abgelaufenen Spielzeit in 16 Spielen nur einen Verlustsatz (!) zu beklagen hatte und in der Vorwoche gegen den Drittligisten SV Pädagogik Schönebeck mit 2:3 nur denkbar knapp aus dem Sachsen-Anhalt-Pokal ausgeschieden war, begann furios: Vom Start weg lieferte der USV eine hochkonzentrierte Vorstellung ab, leistete sich kaum eigene Fehler und dominierte den Gegner nach Belieben. Folgerichtig wurde Magdeburg geradezu überrollt, kam aber mit dem 25:10 immerhin noch in den zweistelligen Punktbereich. Im zweiten Satz konnte der Gegner das Spiel ausgeglichener gestalten, da er die Schwachstellen beim USV nun besser ausnutzte und im Angriff oft über die Position IV, wo mit Martina Gast die kleinste Blockspielerin stand, erfolgreich war. Um diesem Spiel einen Riegel vorzuschieben benötigte es auch tatsächlich das Komplettprogramm von 6 Wechseln und zwei Auszeiten, um den Satz mit 25:23 für sich zu entscheiden. Damit war auch psychologisch so etwas wie die Vorentscheidung herbeigeführt. Im dritten Abschnitt verlief das Spiel ebenfalls lange ausgeglichen, ehe sich der USV noch einmal steigerte, sich souverän mit 25:20 durchsetzen konnte und somit bereits ein Bein in der Regionalliga hatte.

Da im Anschluss der VfK Südwest Berlin auf den Verlierer aus Spiel 1 treffen würde, bedeutete das für den USV Potsdam: spielfrei. Die Gastgeber aus Berlin kamen gegen die Damen aus Sachsen-Anhalt überhaupt nicht ins Spiel und mussten die Sätze 1 und 2 folgerichtig abgeben. Erst im dritten Abschnitt verlief die Partie ausgeglichener, doch der vom USV Potsdam erhoffte Satzgewinn des VfK Südwest, der rechnerisch bereits den sicheren Aufstieg bedeutet hätte, blieb aus: 3:0 für Magdeburg.

Die Ausgangslage vor dem dritten Spiel zwischen den Berliner Gastgebern und dem USV Potsdam war folgende: Den Potsdamer Damen genügte ein Satzgewinn, um sicher aufzusteigen, der VfK Südwest hingegen brauchte ein 3:0 mit mindestens 16 kleinen Punkten Differenz, um zumindest Magdeburg in der Tabelle hinter sich zu lassen – ein hoffnungsloses Unterfangen? Nachdem die Gastgeber im Spiel zuvor sehr verkrampft wirkten, hatten sie nun nichts zu verlieren und spielten befreit auf. Dass sich der USV nach der Spielpause gedanklich noch beim Mittagessen wähnte, spielte den Gastgebern nun in die Karten, die in Feldabwehr kämpften wie die Löwen und den Brandenburgischen Landesmeister damit zu zahlreichen Eigenfehlern zwangen – 17:25. Ab der Satzmitte durfte sich auch Katherina Richter – pikanter Weise im Laufe der Saison aus Magdeburg zum USV Potsdam gewechselt – in einer schwierigen Drucksituation beweisen und ersetzte Kapitänin Franzi Hörnlein. Im zweiten Satz fuhren die Potsdamerinnen die Eigenfehlerquote wieder auf ein erträgliches Maß herunter und zogen so dem Gegner den Zahn – 25:16! Der Aufstieg war nun auch rechnerisch perfekt. Die folgenden, sportlich belanglosen Sätze 3 und 4, welche mit 25:20 und 25:22 ebenfalls in die Brandenburgische Landeshauptstadt gingen, wurden dann zum Schaulaufen der zweiten Garde: So gab auch Mittelblockerin Tanja Bergmann, die erst unter der Woche nach 8 Monaten aus den USA zurückgekehrt war und erst einmal mit der Mannschaft trainierte, noch ein gelungenes Saisondebüt. Bitter: Diagonalspielerin Ulrike Engel verletzte sich 5 Punkte vor Ende der Partie bei einem Antritt an der Achillessehne und musste verletzt ausgewechselt werden. Wir wünschen gute Besserung!

Mit Ausnahme der zweitägigen Meisterschafts- und Aufstiegsfeier, die als Landespokal-Endrunde in Cottbus getarnt werden wird, geht damit beim USV Potsdam eine weitere Bilderbuch-Saison zu Ende: Die vier im Spielbetrieb befindlichen Mannschaften feierten in den vergangenen zwei Jahren sechs Meisterschaften (!), vier Aufstiege (!), einen zweiten Platz im Landespokal und jeweils einmal die Plätze 2 und 3 in der Regionalliga Nordost der Herren. Fortsetzung folgt – vielleicht ja schon in Cottbus!

Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen der Mannschaft ganz herzlich bei allen USV-Sympathisanten & Gratulanten, die uns in den letzten Wochen, Monaten und Jahren die Daumen drückten, bedanken. Ein großes Dankeschön auch an unsere zahlreichen Leser und euer reges Interesse – die Website der USV-Volleyballer zählte allein im Monat März über 11.000 Besucher!

Hier findet ihr 110 Bilder des Aufstiegsturniers zur Regionalliga Nordost vom 05. April 2014! Vielen Dank an unseren Fotografen Marcus!

Landesmeisterinnen & Regionalliga-Aufsteiger 2013/2014:

Christin Semmler, Ulrike Engel, Grit Raßmann, Ramona Stucki, Elisa Eichholz, Martina Gast, Alexandra Schramm, Maria Heidelberger, Julia Ließ, Tanja Bergmann, Franziska Hörnlein, Anika Zülow, Susann Rosenthal, Nora Makowski, Katherina Richter, Madlen Schulze, Cindy Kremer, Sabine Zacharias

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1. Damen gewinnen Aufstiegsturnier in Berlin
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Ein Kommentar zu „1. Damen gewinnen Aufstiegsturnier in Berlin

  • 7. April 2014 um 8:01
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    Wer kann diesen Schulz nur stoppen ?

    Gruß Marte

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