Die 1. Herrenmannschaft der USV-Volleyballer hat ihr Heimspiel gegen die TSGL Schöneiche II am Samstag Abend (31.10.2015) mit 3:2 (27:25, 18:25, 16:25, 25:20, 15:13) gewonnen. Vor ca. 50 Zuschauern in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee avancierte Philip Marchal in einem Spiel, welches keinen Sieger verdient hatte, zum wertvollsten USV-Spieler. In der Tabelle rückte die Mannschaft damit auf Rang 2 vor.

Nachdem der USV beim Auswärtsspiel in Wittenberg in der laufenden Saison erstmals ohne Punkte blieb, sollten gegen die durchwachsen gestartete Drittligareserve aus Schöneiche (Platz 8 nach 5 Spielen) drei weitere Zähler auf’s USV-Konto. Dafür standen Spielführer Erik Heidemann und Trainer Thomas Schulze der gleiche Kader wie in Wittenberg zur Verfügung, ergänzt durch den Kapitän selbst sowie Doppel-MVP Andreas Jurisch. Folgerichtig starteten die Potsdamer mit folgender Aufstellung in die Partie: Martin Grohs und Attila Dahmann bildeten wie gewohnt den Mittelblock, Wittenberg-MVP Christian Burkhardt rückte von der Diagonalposition auf Annahme-Außen, wo neben ihm Philip Marchal den Vorzug vor Christoph Schneider erhielt. Andreas Jurisch spielte Diagonal, Martin Hänel Libero, Thomas Schulze im Zuspiel.

Der erste Satz begann gegen die mit 12 Spielern angereisten Gäste äußerst zäh. Beide Teams leisteten sich haarsträubende Fehler in Hülle und Fülle, so dass die anwesenden Fans Zeuge des wohl schlechtesten Regionalligaspiels seit 1990 wurden – und das, obwohl Werder in der vergangenen Saison bekanntlich mit dabei war. Der USV kam überhaupt nicht in die Partie und die Atmosphäre auf dem Feld ließ sich mit irgendetwas zwischen Unverständnis und Resignation beschreiben. Zu allem Überfluss lieferte auch Schöneiche eine desaströse Leistung ab, so dass Potsdam den Satz nach 18:21 und 22:24 tatsächlich noch mit 27:25 gewann. Danach wurde es ein wenig besser – zumindest bei den Gästen, die den USV nun phasenweise vorführten. So gingen die Abschnitte 2 und 3 mit 18 bzw. 16 eigenen Punkten flöten – letzterer sogar nach einer 4:0-Führung. Erst danach erwachten die Gastgeber, gingen mit 7:1 in Führung und zogen den Schöneichern nun dank verbesserter Block- und Abwehrarbeit den Zahn, wobei einmal mehr Andreas Jurisch einen großen Anteil hatte. Dennoch waren es weiterhin keine Zuckerstückchen oder Schokostangen, die dem enthusiastischen Publikum da serviert wurden. Zu der spielerisch überschaubaren Leistung gesellte sich nun auch ein äußerst unglücklich und unsicher agierendes Schiedsgericht, so dass zum Gruselkabinett auch wieder die ein oder andere Kuriosität hinzu kam. Frei nach dem Motto: Wer lauter schreit, bekommt den Punkt! Am Ende behielt der USV mit 25:20 die Oberhand. Da Potsdam – wie auch immer – den ersten Satz gewonnen hatte, mussten nun alle Akteure weiterhin auf ihre Erlösung warten und in den Tiebreak. Dort führte Potsdam 3:0, lag 9:11 hinten, glich zum 12:12 aus und zog auf 13:12 vorbei. Dann brachte ein Monsterblock von Attila Dahmann die Vorentscheidung, die der Gast selbst mit einem Aufschlagfehler zum 15:13 besiegelte – irgendwie passend zur Gruselvorstellung an Halloween. Als wertvollster Spieler zeichnete Schöneiches Trainer seinen ehemaligen TSGL-Schützling Philip Marchal aus, der seit 2011 in Potsdam studiert und seither für den USV am Ball ist.

Die kommenden zwei Wochenenden sind für den USV spielfrei, am 21. November kommt es dann zum Derby gegen den aktuellen Tabellenletzten vom VC Potsdam-Waldstadt. Dass dann emotional eine andere Mannschaft auf dem Feld stehen wird, erklärt sich von selbst.

Für den USV am Ball:

Erik Heidemann, Andreas Jurisch, Martin Grohs, Attila Dahmann, Christian Burkhardt, Philip Marchal, Christoph Schneider, Thomas Schulze

USV-Posts fetzen! Jetzt teilen: Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Email this to someone
Gruselvorstellung an Halloween beschert 1. Herren zwei Punkte
Markiert in:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.