Der USV Potsdam hat das Regionalliga-Stadtderby gegen den VC Potsdam-Waldstadt am Samstag Abend (12.03.2016) vor 150 Zuschauern mit 3:2 (25:20, 25:15, 18:25, 21:25, 15:13) gewonnen. In einer emotional geführten Partie dominierte der USV die ersten beiden Sätze, musste dann jedoch den Satzausgleich hinnehmen und setzte sich im Tiebreak schließlich verdient durch. Andreas Scheuerpflug avancierte zum wertvollsten USV-Spieler.

Dass die Potsdamer Stadtderbys traditionell zahlreiche Fans beider Vereine in ihren Bann ziehen, sollte sich auch an jenem 12. März 2016 bestätigen. Neben dem enthusiastischen Publikum, welches für USV-Heimspielatmosphäre sorgte, hatten sich auch die Protagonisten beider Teams nicht lumpen lassen, so dass insgesamt 24 Akteure im Protokoll verzeichnet wurden. Beim USV stand dabei erstmals ein neuer Name auf dem Bogen: Falko Nowak zeichnet sich seit zwei Wochen verantwortlich für das USV-Training und erlebte als Co-Trainer beim 3:2-Derbysieg einen Einstand nach Maß. Doch der Reihe nach:

Nach äußerst emotionaler Eröffnung und Vorstellung beider Teams durch VCP-Urgestein Christoph Jahn legte der USV im Spiel der Kategorie 2 (kurze Auswärtsspiele) um Punkt 19 Uhr dann auch los wie die Feuerwehr: Mit Kapitän Scheuerpflug und Burkhardt im Außenangriff, Grohs und Dahmann im Mittelblock, Reimann auf Diagonal, Ließ als Libero und Schulze im Zuspiel agierte die Mannschaft aus einer stabilen Annahme heraus und so kamen die Angreifer über alle Positionen zum Erfolg. Schnell führten die Guten mit 5:2 und 12:8, was Waldstadt dann auch die erste Auszeit einbrachte. Die Führung hatte bis zum Satzende bestand, womit es nach 23 Minuten 25:20 für den USV stand. In der Zwischenzeit hatte sich der erste Schiedsrichter mit einer sehr eigenen Bewertung der beiderseitigen Zuspielqualität bereits in die Herzen der Fans gepfiffen und sorgte damit für reichlich Derby-Atmosphäre. Der zweite Abschnitt begann mit einem 0:2-Rückstand, der mal eben dank sensationeller Blockarbeit und guten, taktischen Aufschlägen von Martin Grohs in ein 8:3 umgewandelt wurde. Über 15:9 und 20:10 kam der USV zu einem vollkommen ungefährdeten 25:15-Erfolg, wobei die gelbe Karte für Andreas Scheuerpflug zumindest noch Erwähnung finden sollte – Emotionen! Im dritten Satz sollte sich die Erfolgstendenz zunächst fortsetzen: Bei einer 14:9-Führung roch noch alles nach einem schnellen 3:0-Erfolg der Gäste, doch dann schwächelte der USV in der Annahme und wurde löchrig im Block, weshalb auf Gästeseite nur noch mickrige vier Pünktchen auf der Anzeigetafel hinzukamen. Die rote Karte für Scheuerpflug beim Stand von 5:4 war einmal mehr auf differenzielle Bewertungen der technischen Fähigkeiten eines ehemaligen Erstligazuspielers zurückzuführen. Der USV hatte zwischenzeitig gewechselt, Mario Kuss ging ins Zuspiel und Philip Marchal ermöglichte Jens Reimann eine kurze Verschnaufpause. So war auch der vierte Satz lange offen, der USV führte wieder 14:11, lag dann jedoch wieder 16:18 hinten. Der Rückwechsel im Zuspiel brachte nur ein kurzes Strohfeuer: 21:25 nach 20:19, weil Waldstadt nun vor allem über den Mittelangriff punktete. Im Tiebreak drehte das Team wie zuletzt beim BVV vom Start weg in den Läufer IV. Attila Dahmann servierte nach Blockpunkt Schulze und Angriff Scheuerpflug ein Ass zum 3:1, bei 5:2 nahm Waldstadt die erste Auszeit. Dann führten mehrere Unkonzentriertheiten zum 7:8 beim Seitenwechsel. In der Crunchtime machte Waldstadt dann eigene Fehler, der USV kämpfte in der Abwehr und ging schließlich 11:8 in Führung. Die ersten zwei Matchbälle ließen die Gäste nach 14:11 noch ungenutzt – als Jens Reimann dann über Außen zum Erfolg kommt gab’s auf der Bank und den Tribünen kein Halten mehr: 15:13! Andi Scheuerpflug wurde einmal mehr als wertvollster Spieler ausgezeichnet – der Mann wird in diesem Jahr 49 Jahre alt.

Am kommenden Samstag trifft der USV im Heimspiel um 19 Uhr auf den VC Olympia Berlin. Hier müssen die nächsten Punkte her, will man sich endgültig aus dem Tabellenkeller befreien.

P.S.: Ein großer Dank gilt dem Waldstädter Catering, welches uns nach dem Spiel eine warme Kiste Hasseröder für den Freundschaftspreis von 30,- Euro verkaufte.

Für den USV am Ball:

Andreas Scheuerpflug, Martin Grohs, Attila Dahmann, Jens Reimann, Christian Burkhardt, Robert Ließ, Mario Kuss, Philip Marchal, Lars Hurtig, Christoph Schneider, Martin Hänel, Thomas Schulze

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Derbysieger USV verschenkt Punkt gegen Waldstadt
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