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Die erste Damenmannschaft kehrte aus einem anstrengenden Wochenende mit drei Punkten sowie der Tabellenführung in der Regionalliga Nordost und mit einer knappen Niederlage im Halbfinale des Regionalpokals Nordost zurück. In Cottbus kam das Team am frühen Samstagabend zu einem ungefährdeten 3-0 (25:20, 25:19, 25:23)-Auswärtssieg, tags darauf unterlag man Gastgeber Braunsbedra in einer spannenden Partie in 5 Sätzen (25:21, 22:25, 25:22, 12:25, 15:8).

Das zweite Spiel in der noch jungen Saison führte zehn Spielerinnen plus Co-Trainer Christian Kuhn zum SV Energie Cottbus. Mit dabei war dieses Mal auch Martina Stoof, die – nachdem sie sich gegen den (NICHT extra ihretwegen) gewählten Friedhof als Treffpunkt aussprach – die Ausgangslage treffend formulierte: „Ich bin wahrscheinlich dreimal so alt wie der Großteil der Gegnerinnen.“ Und so fand sich die erfahrene Mittelblockerin neben Tanja Bergmann (ebenfalls Mitte), Julia Löchel (Zuspiel), Verena Poppe-Kohlsdorf (Diagonal), Karen Amlang, Tina Patzner (beide Annahme-Außen) und Cindy Kremer (Libera) dann auch gegen das junge Team der Cottbuser Sportschule – komplettiert durch zwei erfahrene Akteurinnen – in der Startaufstellung wieder. Katherina Richter und Ulrike Engel hielten sich – sollte alles planmäßig laufen – für frühe Wechsel bereit, während Martina Gast erneut als „Coach“ auf der Bank Platz nahm.

Die Mannschaft kam anfangs gut ins Spiel, tat jedoch nicht mehr als nötig, da die Cottbuserinnen zunächst durch einige Fehler das USV-Punktekonto aufstockten (4-3 Führung durch 4 Fehler SVE). Danach stabilisierten sich die Gastgeberinnen, aber der USV legte eine Schippe drauf. Mit viel Druck im Aufschlag – die taktische Vorgabe war hier die Saison-MVP des letztjährigen Absteigers Melissa-Shirin Witt zu beschäftigen, so dass diese nicht ihre volle Angriffspower entfalten konnte – zogen die Damen über 10-15 (Auszeit Cottbus) und 13-22 (Doppelwechsel Cottbus) davon. Ulli – inzwischen für Vero auf dem Feld – setzte hier gute Akzente, konnte jedoch nicht verhindern, dass dem Heimteam vier Punkte in Folge gelangen (17-22). Die folgerichtige Auszeit erzwang dann aber den Fehler, die letzten beiden Punkte waren reine Formsache.
Der zweite Satz, in dem Ulli auf dem Feld blieb, begann ausgeglichen, auch weil die jungen Sportschülerinnen jetzt gute Aktionen zeigten. Die Einwechslung von Kaddy bei 2-Punkte-Führung des SV Energie rüttelte die USV-Damen aber wach: aus 13-11 mach 14-18 durch druckvolle Aufschläge, clevere Leger von Ulli und einen tollen Block von Tanja – bähm! Kaddy fügte sich gut ein und blieb auch geduldig, als sie erst im vierten Versuch den Punkt zum 18-21 machte. Nachdem Karen mit voller Kraft den Ball zum 19-23 versenkte, erkämpfte sich das Team durch eine kuriose Rettungsaktion den Satzball. Cottbus hakte die Situation nicht schnell genug ab – 19-25 und 0-2.
In den dritten Satz startete jetzt auch Kaddy neben Tina auf Außen zunächst souverän. Der Cottbuser Trainer hatte jedoch umgestellt: die stärkste Angreiferin stand nun auf Diagonal und nicht mehr in der Annahme. Doch die Verwirrung auf USV-Seite hielt nur kurz an. Nach der Auszeit bei 8-6 schob Cindy die Annahme ganz sicher nach vorn, Tina hämmerte Jule’s Pass durch den Block. Die Fehlerquote des Heimteams erhöhte sich anschließend wieder, Martina steuerte noch einen sehenswerten Block und ein Ass zum 18-21 bei, ein weiterer Angriffsfehler des Gegners sorgte für den ersten Matchball (19-24). Die Cottbuserinnen ergaben sich aber noch nicht in ihr Schicksal, kämpften sich u.a. durch einen Netzroller-Aufschlag noch einmal heran und zwangen die Trainer sogar noch zum Eingreifen (Auszeit 22-24, Wechsel 23-24), ehe sie mit einem Fehlaufschlag das Spiel beendeten.
Nach dieser geschlossenen Mannschaftsleistung wurde zum zweiten Mal im zweiten Saisonspiel Jule als MVP ausgezeichnet.
Wieder zurück in Potsdam ließen die neuen Tabellenführerinnen (TSV Tempelhof/Mariendorf gewann „nur“ 3-2 in Braunsbedra) den Abend noch in ihrer Stammlokalität ausklingen, bis die Polizei (in Person von Cindy) sie nach Hause fuhr.

So entspannt der Abend ausklang, so aufregend ging der frühe Morgen des Regionalpokals los. Alex‘ Zug hatte etwa 45 Minuten Verspätung! Kurzerhand wurden alle Pläne über den Haufen geworfen, die Handys gequält und noch schnell die Pässe umgeladen, damit wenigstens ein Teil des Teams pünktlich um 11 Uhr zur Eröffnung in der Spielhalle sein würde. Wie sich herausstellte war all das völlig umsonst, denn die Pässe wollte niemand sehen und die Eröffnung…ja, welche Eröffnung? Die rechtzeitig Angereisten hatten so immerhin das Vergnügen, das nicht besonders hochklassige erste Halbfinale des Regionalpokals Nordost zwischen dem Köpenicker SC II (Zweitligist und Titelfavorit) und dem Titelverteidiger VSV Grün-Weiß 78 Erkner (Dritte Liga) von Beginn an verfolgen zu können, in dem sich ersterer erwartungsgemäß 3-1 durchsetzte.

Um 14 Uhr startete dann das eigene Halbfinale gegen die Sachsen-Anhalt-Pokalsiegerinnen und Gastgeberinnen vom SV Braunsbedra. Auf Seiten des USV hatte man sich Einiges vorgenommen, gingen doch beide Vergleiche der vergangenen Regionalliga-Saison verloren. Die Starting-Six unterschied sich von ebendieser am Vortag nur durch Alexandra Schramm, die die nicht mitgereiste Martina Stoof ersetzte. Am Feldrand postierten sich abermals Ulrike Engel und Katherina Richter ergänzt durch Madlen Schulze, Martina Gast coachte erneut – diesmal an der Seite von Robert Heimann.
Beide Teams hatten einige Anlaufschwierigkeiten, so dass sich sehenswerte Aktionen wie z.B. von Tina (erst mit Köpfchen im Angriff, dann mit einem direkten Aufschlagpunkt) und Fehler abwechselten. Jule holte in der Satzmitte zwei perfekte Abwehrbälle, die leider statt beim Mittelblocker am Deckenbalken der Geiseltalhalle landeten – ärgerlich! Trotz Auszeiten bei 17-14 und 24-21 und eines guten Blocks von Tanja konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden – 25-22.
In der Satzpause forderte das Trainerteam, die Annahme des SVB mehr zu bewegen, auch kurze Aufschläge einzustreuen. Diese Maßnahme zeigte nur phasenweise Wirkung. Dennoch ging der USV nach 8-11-Rückstand (Auszeit) auch dank zweier Blocks 17-14 in Führung, kassierte im Anschluss aber eine 6-Punkte-Serie. In dieser Phase griffen nun auch Kaddy und Maddi ins Spielgeschehen ein. Beim 20-21 schlug dann Tinis „große Stunde“ – denn sie hatte sich vorgenommen beim Regionalpokal mindestens einen Punkt auf dem Feld zu stehen – als Robby sie zusammen mit Ulli zum Doppelwechsel in die Wechselzone „schubste“. Durch wirksame Aufschläge und super Aktionen von Ulli und Kaddy konnte der Satzausgleich hergestellt werden.
Im folgenden Satz wollte man jetzt auch die gut positionierte Abwehr der Sachsen-Anhalterinnen durch mehr Angriffsvariabilität in Schwierigkeiten bringen. Gepaart mit Aufschlagdruck von Karen und verstärktem Einsatz der Mitten funktionierte dies bis zur Satzmitte auch recht gut (12-13 Auszeit SVB, 12-14). Anschließend agierten die USV-Damen leider etwas unglücklich, auch der erneute Doppelwechsel verfehlte dieses Mal seine Wirkung (25-22).
Um die erfolgreichen Außenangriffe der Heimmannschaft zu entschärfen, drehte das Trainerduo die Anfangsaufstellung des vierten Satzes um drei Positionen – mit Erfolg! Braunsbedra fand ab dem 8-8 keine Mittel mehr gegen die fast im Rausch spielenden Potsdamerinnen. Selbst verloren geglaubte Bälle wie einen Leger des SVB auf den Marktplatz holte Karen mit einer Pancake-Abwehr, Tanja baggerte ruhig den Pass nach außen und Tina platzierte den Line-Shot mit viel Übersicht. Vero stand im Block wie eine Wand und sorgte damit für die Auswechslung der gegnerischen Angreiferin, bevor sie Alex‘ Beispiel folgte und ebenfalls eine Serie von sechs Punkten servierte. In diesem vierten Satz wackelte das Heimteam in allen Elementen und fing sich das verdiente 12-25.
Ein anderes Bild bot sich dann im Entscheidungssatz. Weder die wiederholte Rotation der Startaufstellung noch Auszeit (4-1) und Wechsel (6-1) zeigten Wirkung. Zwar kam man noch einmal auf 6-4 und 8-5 zum Seitenwechsel heran, danach lief aber nicht mehr viel zusammen, auch weil Vero im Vorderfeld fehlte. Die Mannschaft bekam den Ball nicht mehr auf den Boden der gegnerischen Feldhälfte, spätestens beim 13-7 war endgültig „die Luft raus“.

In einem einseitigen Finale setzte sich der Köpenicker SC II klar 3-0 gegen die Damen des SV Braunsbedra durch und spielt bereits in zwei Wochen beim Regionalpokalsieger Nordwest VfL Oythe um den Einzug ins DVV-Pokal-Achtelfinale – Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Am kommenden Wochenende haben die Damen des USV spielfrei, ehe sie am 8.10.2016 um 16 Uhr in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee zum ersten Heimspiel der Saison den Vfk Berlin-Südwest begrüßen.

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Tabellenführung und Pokal-Aus

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