Die erste Damenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Auswärtsspiel in der Regionalliga Nordost am Sonntag (27.11.2016) beim SV Braunsbedra dank einer grandiosen Teamleistung mit 3:2 (25:22, 21:25, 18:25, 27:25, 15:10) gewonnen. Als wertvollste Spielerin wurde zum vierten Mal in dieser Spielzeit Julia Löchel ausgezeichnet, MVP der Herzen wurde Verena Poppe-Kohlsdorf, die nach nur sechs gespielten Punkten umknickte und der Mannschaft bis zum Jahresende fehlen wird.

Nachdem der USV in der Vorsaison (0:3 und 2:3) sowie beim Regionalpokal (2:3) gegen die Sachsen-Anhaltinerinnen sieglos geblieben war, sollte nun endlich der erste Sieg gegen einen unangenehm zu bespielenden Gegner her. Die Voraussetzungen hierfür waren nicht die schlechtesten, lediglich auf der Libera-Position reiste das 16-köpfige Spielerinnen- und Betreuergespann ohne Alternative an. So startete der USV mit Jule Löchel (Zuspiel), Karen Amlang und Lisa Schröder (Annahme-Außen), Alexandra Schramm und Tanja Bergmann (Mittelblock), Verena Poppe-Kohlsdorf (Diagonal) und Cindy Kremer in die Partie, die bei der 4:2-USV-Führung im ersten Satz gleich ihren ersten negativen Höhepunkt hatte: Vero knickte nach einer Blockaktion um und verletzte sich dabei am rechten Sprunggelenk. Die Diagnose im Krankenhaus ergab, dass zumindest nichts gebrochen ist – hoffen wir, dass es sich um einen „normalen“ Bänderriss handelt. Ersetzt von Ulli Engel drückte Vero fortan vom Spielfeldrand die Daumen und half so den ersten, umkämpften Abschnitt (Zwischenstände 8:8, 13:13, 18:18, 20:20, 23:21) mit 25:22 zu gewinnen, wobei die Gastgeber zahlreiche Gastgeschenke verteilten. Im zweiten Satz lief der USV schnell einem 6:12-Rückstand hinterher und kam trotz sechs Wechseln nicht mehr entscheidend an den SVB heran, der sich im K2 enorm gesteigert hatte und so wiederum den USV zu Fehlern zwang – 21:25. Im dritten Satz gesellte sich zu der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff noch eine durchwachsene Annahmeleistung, so dass Braunsbedra aus dem K2 oft zu leichtes Spiel hatte – 17:25. Der vierte Abschnitt blieb lange Zeit ausgeglichen. Das lag unter anderem auch daran, dass Tina Patzner für Alex Schramm in der Partie war, nun im Mittelblock für mehr Präsenz sorgte und die ständigen Wechsel der Blockpositionen den Gegner ins Grübeln brachten. Nach zwei abgewehrten Matchbällen gelang dem Team von Trainer Thomas Schulze der umjubelte 27:25-Satzausgleich. Im Tiebreak nahm Schulze beim 0:2 die früheste Auszeit seiner Trainerlaufbahn, doch der anschließende Aufschlagfehler sowie die 8:7-Führung beim Seitenwechsel stellten nun die Weichen endgültig auf Sieg. Für die letzten vier Punkte zeigte sich dann Diagonalspielerin Ulrike Engel verantwortlich, die seit Wochen in der Form ihres Lebens spielt.

Am kommenden Samstag (03.12.2016) kommt es dann zum nächsten Saisonhighlight: Um 19 Uhr empfangen die Damen des USV die SG Rotation Prenzlauer Berg II in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee.

Für den USV am Ball:

Julia Löchel, Martina Gast, Karen Amlang, Lisa Schröder, Tina Patzner, Ulrike Engel, Verena Poppe-Kohlsdorf, Katherina Richter, Cindy Kremer, Tanja Bergmann, Alexandra Schramm

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USV glückt Revanche in Braunsbedra
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