Die erste Volleyball-Herrenmannschaft des USV Potsdam hat ihr Derby-Heimspiel gegen den VC Potsdam-Waldstadt am Samstag (04.03.2017) vor 250 Zuschauern dank einer starken kämpferischen Einstellung nach 0:2-Rückstand mit 3:2 (22:25, 23:25, 25:16, 25:23, 15:11) gewonnen. Mit diesem Sieg schob sich das Team um Kapitän Roger Büchsenschuß auf Tabellenrang 8 vor. Als wertvollster Spieler wurde Mittelblocker Attila Dahmann ausgezeichnet.

Zwei gelbe und zwei rote Karten, fünf Sätze auf ansprechendem Regionalliga-Niveau vor großer Kulisse und zwei Teams auf Augenhöhe: Es war einmal mehr Derbyzeit in Potsdam. Auf der einen Seite der USV, der sich in den Niederungen der Liga nach wie vor an jeden Strohhalm klammern muss, um die Klasse zu halten – auf der anderen Seite der VC Potsdam-Waldstadt, der als Tabellendritter auf die Vizemeisterschaft schielt. Nachdem der USV gegen den Tabellenführer Gardelegen und den Zweiten Cottbus 3 Punkte holte, sollte nun Waldstadt das nächste Opfer der oberen Tabellenregion werden. So legten die Gastgeber um Punkt 16 Uhr auch los wie die Feuerwehr und kamen aus einer stabilen Annahme und dank guter Dankeball-Verwertung schnell zum Erfolg. Nach 13:8 und 18:10 sah der USV bereits wie der sichere Sieger aus, doch Waldstadt biss sich zurück ins Spiel und brachte die Annahme um Libero Robert Ließ, Andreas Scheuerpflug und Roger Büchsenschuß mit druckvollen Aufschlägen ins Wanken. Dank eines Doppelwechsels agierten die Gäste weiter mit drei Angreifern im Vorderfeld, während der USV nicht mehr genügend Angriffsdruck entwickeln konnte, um die zwischenzeitige 21:17-Führung über die Ziellinie zu bringen – 22:25. Im zweiten Abschnitt musste das Team dann den zweiten Nackenschlag hinnehmen: Blieb das Spiel bis zum 15:15 emotional (gelb für Burkhardt) und ausgeglichen, setzte sich Waldstadt auf 17:20 und 21:24 ab. Martin Grohs verkürzte am Aufschlag nur noch auf 23:25. Der USV stand nun mit dem Rücken zur Wand, doch anstatt sich aufzugeben und in interne Reibereien zu verfallen, bewies das Team nun Nervenstärke, Willenskraft und taktisches Kalkül. Mit kurzen, knackigen Anweisungen und dem Blick für’s Wesentliche trieb Kapitän Büchsenschuß seine Mannschaft weiter an. Wie bereits in Cottbus rotierte die Mannschaft, die von Lars Hurtig und Falko Nowak gecoacht wurde, nun um drei Positionen zurück und kam allen voran über Mittelblocker Attila Dahmann und die lebende Legende Andreas Scheuerpflug zu sehenswerten Angriffspunkten. Auch Zuspieler Schulze erntete im Anschluss der Partie viel Lob für die Passauswahl und -qualität, der Block fasste nun beherzt zu und so ging der Satz mit 25:16 an die Guten. Im vierten Abschnitt kam dann endlich richtige Derbyatmosphäre auf: Zwei, drei zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen, ein bisschen Öl von beiden Seiten und schon brannte die ganze Halle! Die ganz wüsten Beschimpfungen blieben aus, doch eine gelbe (Violet, Waldstadt) und zwei rote Karten (Reimann, Scheuerpflug, beide USV) entschieden fast die Partie, denn: Der USV lag zu diesem Zeitpunkt bereits 15:17 zurück – zwei Zusatzpunkte für Waldstadt und die Gäste gingen bis auf 21:17 davon. Jens Reimann ersetzte nun Christian Burkhardt am Aufschlag und brachte so den USV zurück: Mit seinen langen Flatteraufschlägen tat sich Waldstadt extrem schwer, dazu gesellten sich Angriffsfehler der Gäste und ein überzeugender Attila Dahmann: 25:23, das Team und die Halle tobte – Tiebreak. Der USV startete mit einer 0:2-Hypothek, dann machte Büchsenschuß zwei Breaks am Aufschlag und die Teams wechselten bei 8:6 ein letztes Mal die Seiten. Spätestens mit dem Kill-Block von Schulze gegen Waldstadt-Kapitän Violet zum 14:11 schlug das Pendel nun endgültig in Richtung USV aus, ehe Andreas Scheuerpflug über Position IV den Deckel auf zwei enorm wichtige Punkte machte – 15:11! Als MVP wurde im Anschluss an die Partie Attila Dahmann ausgezeichnet, der sich im Angriff stets gegen bis zu zwei Blockspieler zu behaupten wusste und den Außenangreifern den Weg zum Sieg ebnete.

Für den USV geht es am kommenden Samstag wieder ans Netz: Zu Gast in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ist um 16 Uhr der KSC ASAHI Spremberg.

Derbysieger 2017:

Attila Dahmann, Roger Büchsenschuß, Martin Grohs, Andreas Scheuerpflug, Robert Ließ, Christian Burkhardt, Christoph Schneider, Jens Reimann, Lars Hurtig, Mario Kuss, Martin Hänel, Thomas Schulze

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1. Herren: USV dreht rassiges Derby zum 3:2-Sieg
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3 Kommentare zu „1. Herren: USV dreht rassiges Derby zum 3:2-Sieg

  • 5. März 2017 um 21:07
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    Keine Erwähnung findet der Anteil der Mikro-Legende, tzzz…

    Antworten
    • 5. März 2017 um 21:10
      Permalink

      Richtig, ganz vergessen! Man hätte zum Beispiel schreiben können, dass die Eröffnung ausfallen musste, da die Legende leicht verspätet war. 😛 Das mach ich beim nächsten Mal hoffentlich besser – was jedoch wiederum voraussetzt, dass sich die Legende nochmal blicken lässt..

      Antworten
      • 7. März 2017 um 9:45
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        Nö, jetzt nicht mehr… Das ist also der Dank, pff…
        Sorry, hatte echt nicht auf dem Schirm, dass die Holde das Auto genommen hatte. So stand ich da und die Tram war zu langsam.
        Und wenn es mal schief läuft: Hatte kurz vorher 1,5h lang Musik rausgesucht. Die Anlage wollte dann den Stick nicht erkennen… Die ganze verf… Arbeit umsonst :/

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