Das Volleyball-Regionalligateam des USV Potsdam hat sein Auswärtsspiel beim CV Mitteldeutschland II am Samstagmittag trotz Mettbrötchen mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Gürkchen mit 2:3 (23:25, 25:17, 14:25, 27:25, 9:15) verloren. Als wertvollster Spieler wurde erneut Zuspieler Richard Dalbock ausgezeichnet.

Die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt machten sich im Vorfeld der Begegnung gleich mal unbeliebt: Ein Spiel um 12 Uhr in Mitteldeutschland anzusetzen ist ungefähr so schlimm, wie nach 11 Minuten mit einem 0:3 im Gepäck wieder nach Hause fahren zu müssen – war es späte Rache? Da die A9 einige Baustellen bereithielt und man bei der Anreise lieber auf Nummer sicher gehen wollte, ließ sich Christoph Schneider zu der wagemutigen Aussage hinreißen, dass er für die Teilnahme am Spieltag an einem Samstag eher aufstehen müsse als unter der Woche (7:30 Uhr anstatt 7:45, aber das auch nur, weil seine Chefin im Urlaub war). Burki hatte allerlei Verstärkung dabei: Neben Freundin Lisa gesellten sich gut und gerne 40 halbe Mettbrötchen ins Automobil, die es tatsächlich unversehrt bis zur Halle schafften – Tradition ist Tradition: Mitteldeutschland = Mettbrötchen.

Spielerisch waren im Vergleich zu den Vorwochen einige personelle Umstellungen notwendig, da Attis Wade seit Monaten keinen Sport mehr mag, Robert’s drei Jungs immer nicht ausgezogen sind, der Hobbit inzwischen auf den Hund gekommen ist und Roger beim Fußball lieber über seine offenen Schnürsenkel stolpert und sich nen Klumpfuß einfängt, als so früh nach Mittelerde aufbrechen zu müssen – clever. Genannte Unwägbarkeiten führten dazu, dass Martin Grohs den größten Libero des deutschen Volleyballs geben durfte, Jakob Krüger sein Regionalligadebüt feiern konnte und Reimi – mettbrötchengeschwängert – endlich mal von Anfang an ran durfte. Dazu gesellten sich Robert M., Richi, Marcel und Burki. Im ersten Satz blieben beide Teams zunächst lange auf Augenhöhe, ehe sich der USV auf 19:16 absetzen konnte. Dann brach die Annahme weg und die Außenangreifer produzierten Fehler – das folgende 21:24 war dann leider nicht mehr umzubiegen. Im zweiten Satz gelang den Gästen dann so ziemlich alles, wobei der CVM maßgeblichen Anteil am schnellen 25:17-Satzerfolg hatte. Interims-Libero Grohs präsentierte sich äußerst kommunikativ und solide und auch Jakob Krüger lieferte ein insgesamt starkes Debüt im USV-Trikot ab. Doch im dritten Durchgang kamen die Potsdamer nach 4:11 und 10:17 unter die Räder, woran auch der eingewechselte Patrick Reimann nichts ändern konnte. Im vierten Abschnitt drohte dem USV, nun mit Christoph Schneider auf Annahme-Außen, nach 3:9 und abermals 4:11 das schnelle Aus. Die Stimmung auf dem Feld war entsprechend nicht sonderlich euphorisch. Nun nahm Trainer Schulle die Geschicke selbst in die Hand und wechselte sich für Diagonalspieler Burki ein. Folglich agierte Potsdam ab sofort im 4:2-System und immer mit 3 Angreifern im Vorderfeld. Der für Schneidi zurückgekehrte Reimi Senior rüttelte die Mannschaft wach. Punkt für Punkt kämpften sich die Potsdamer an dem CVM heran und fanden über die Stimmung zurück ins Spiel. Bei 19:19 gelang der Ausgleich, zum 22:21 die erste Führung. Nun kam Burki für Schulle zurück ins Match, doch der USV vergab die nächsten drei Punktchancen zum 22:24. Nachdem zwei Matchbälle abgewehrt werden mussten, gelang doch noch der Satzausgleich zum 27:25. Im Tiebreak startete Potsdam das wohl letzte Mal in dieser Saison im Läufer II, denn es benötigte 7 gespielte Punkte, eine Auszeit und zwei Wechsel (Schulze für Burki und Läufer V), ehe der erste Punkt zum 1:6 gelang. Bei 2:8 wechselte man letztmalig die Seiten, doch diese Hypothek war zu groß, um dem Spiel noch einmal eine Wendung zu geben, so dass der USV nur noch auf 9:15 verkürzen konnte.

In der nächsten Woche ist Derby. Was das heißt, braucht man vermutlich nicht mal unseren Neuen zu erklären. Anpfiff gegen die umbenannte Truppe aus der Waldstadt um Dauer-MVP und Ex-USV-Spieler Martin Rohde ist am Samstag (11.11.2017) um 19 Uhr in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee.

Für den USV am Ball:

Richard Dalbock, Marcel Baron, Jakob Krüger, Christian Burkhardt, Jens Reimann, Robert Müller, Martin Grohs, Patrick Reimann, Christoph Schneider, Thomas Schulze

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2:3 in Mittelerde: USV unterliegt trotz guter Moral
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