Am 11.11.2017 stand das Heimpiel gegen den TSV Spandau an. Morgens hatte ich mich mit Jule Löchel, unserer ehemaligen Zuspielerin, die diese Saison für Oranienburg spielt, getroffen. Natürlich haben wir uns auch über vergangene und unsere bevorstehenden Spiele unterhalten. Ich erzählte ihr, dass es unser Plan sei, gegen die erste Damenmannschaft des TSV Spandau zu gewinnen, um danach von der Tribüne aus das Derby unserer Männermannschaft gegen den Stadtkonkurrenten SC Potsdam anzuschauen. Und ich erzählte ihr auch, dass nach dem letzten Spiel gegen den SG Einheit Zepernick viele zu mir meinten, auch ich hätte den MVP Titel verdient gehabt. Da ich diesen Samstag wieder im Außenangriff in der Startsechs anfangen sollte, standen die Chancen auf den Titel für mich nicht schlecht und ich versprach alles zu geben, um diesen Traum endlich in die Tat umzusetzen.

Und tatsächlich, ein paar Stunden später konnte ich Jule die freudige Nachricht, mein Versprechen gehalten zu haben überbringen. Zum ersten Mal in meiner Volleyballkarriere durfte ich – Tina – mit dem MVP-Titel aus dem Spiel gehen. Das lange Warten hat sich endlich ausgezahlt!

Doch das alles begann so:

Bereits in den Trainingseinheiten vor dem Wochenende wurde innerhalb der Mannschaft besprochen, dass ich am Wochenende als Außenangreifer anfangen soll. Gesagt, getan. Doch wurde mir am Spieltag gesagt, dass ich auf der Position 2 beim Zuspieler anfangen soll… ungewohnt und überraschend, aber ich nahm die Herausforderung mit ein wenig weichen Knien an.

Mit mir aufs Feld durften Anne im Zuspiel, Vero auf Diagonal, Tanja und Alex auf Mitte, Susi als andere Außen und unsere Libera Cindy.

Im ersten Satz kamen die beiden Auszeiten der Gegner recht schnell (0:4, 7:13), und auch ein Wechsel folgte (15:23), ich bekam ziemlich viele Pässe, die wohl überwiegend zu Punkten führten und mich ganz schön außer Atem brachten. Bei 22:14 nahm Schulle eine Auszeit und verkündete mir, das Ivette den Satz für mich beenden würde, damit ich mal kurz durchatmen konnte (Wechsel bei 22:14). Nach 23 Minuten war dann der erste Satz mit 25:17 schon für uns entschieden.

Im zweiten Satz durfte die gleiche Startsechs wieder ins Rennen. Spandau nahm wieder beide Auszeiten und brauchte mehrere Wechsel, doch so richtig wollte es bei den Gegnern nicht klappen. Kurz vor Ende des Satzes (20:11) durfte dann auch Gina nochmal mitmischen, bis der Satz schließlich mit nur 13 Gegenpunkten erneut an uns ging.

Im Satz drei blieb Gina für Susi und Mary wurde auf einer für sie etwas ungewohnten Position (Diagonal) für Vero eingewechselt. Während Spandau wieder alles versuchte, Wechsel, Auszeiten, …, brauchten wir nichts dergleichen um den Sack mit 25:13 zu zumachen. Und dieser Satz brachte noch eine Überraschung: Ich wurde Spielkapitän. Ich weiß zwar nicht, ob ich im Ernstfall den Schieri vollmeckern könnte, aber danke für diese Ehrung!

Somit habe ich Jule stolz verkünden können, Versprechen gehalten: Spiel mit 3:0 gewonnen und das in 60 Spielminuten. Auf Seiten der Spandauer Damen durfte sich  Ex-USVlerin und Libera Sarah über den MVP-Titel freuen.

Noch erwähnt sein, dass auch Anne, an diesem Samstag im Zuspiel ganz auf sich allein gestellt, ebenfalls hervorragend gespielt hat. Ohne ihre Pässe wäre so mancher Angriff mehr wohl doch im Netz oder im Aus gelandet.

Für den USV am Ball waren Anne Borrmann, Alexandra Schulze, Cindy Kremer, Gina Schilke, Ivette Pollack, Madlen Schulze, Maria Heidelberger, Susann Sass, Tanja Bergmann, Verena Poppe-Kohlsdorf, Tina Marie Patzner, und auf der Trainerbank Thomas Schulze und erstmals auch Falko Nowak.

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Ein Spiel voller Überraschungen und endlich auch mal MVP!
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