Am ersten Adventssonntag (01.12.2019) spielten die USV-Damen auswärts beim Berliner Volleyballverein Vorwärts. In diesem richtungsweisenden Duell trafen Tabellenplatz 8 (USV) gegen 10 (BVV) aufeinander, beide Mannschaften hatten in der aktuellen Saison bisher erst einen Sieg erkämpft und so hofften in diesem Spiel Gegner wie Herausforderer auf drei Punkte. Am Ende belohnte sich der USV nach 84 Minuten Spielzeit mit wertvollen drei Punkten (25:23, 25:17, 25:23). Sophie Apel erhielt zum dritten Mal den MVP-Titel.

Freude über den zweiten Saisonsieg und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf

Trainer Thomas Schulze startete mit Kapitänin Lisa Schröder und Sophie Apel auf Annahme-Außen, Tanja Bergmann und Alexandra Schulze im Mittelblock, Nicole Liebscher auf der Diagonalposition und Anne Borrmann im Zuspiel. Beatrice Kujat und Gina Schilke standen Schulze aufgrund privater bzw. universitärer Verpflichtungen nicht zur Verfügung, weshalb Jule Löchel das Zuspiel verstärkte und Doreen Schusdziarra als Libera agieren sollte.

Der erste Satz startete mit starken und variablen Angriffen durch die Außenangreiferinnen und Tanja brachte den Gegner im Einerblock zum Staunen. Die Potsdamerinnen brachten Annahmen und Abwehrbälle souverän nach vorne, sodass auch die Mittelblocker eingesetzt werden konnten. Gut platzierte Angriffe seitens der Heimmannschaft ließen die Potsdamerinnen jedoch auf der Punktetafel nie davonziehen und so führte der USV zur Satzmitte mit zwei Punkten. In der zweiten Hälfte stabilisierte sich die Feldabwehr sowie die Annahme des BVV und so entwickelte sich der Rest des Satzes zu einem munteren Schlagabtausch. Gerade bei den langen Ballwechseln schafften es die Potsdamerinnen selten den Ball in der gegnerischen Hälfte auf den Boden zu bringen und so führten die Berlinerinnen plötzlich beim Stand vom 18:19. Trainer Schulze reagierte mit Auszeit und einer kurzen Ansprache. Lisa Schröder versenkte im Anschluss Ball für Ball über die Außenposition, welche erst durch eine Auszeit des BVV bei 22:19 unterbrochen werden konnte. Wackler in der Annahme gaben Susann Sass beim Stand von 24:23 die Chance zur Einwechslung. Ein an die Seitenlinie platzierter Angriff von eben dieser aus dem Hinterfeld besiegelte schließlich den ersten, umjubelten Satzgewinn.

Der BVV schien zu Beginn des zweiten Satzes nachhaltig beeindruckt und wackelte in Annahme und Feldabwehr. Gute Block- und Angriffsaktionen verhalfen den USVlerinnen zu einer frühen Satzführung, welche auch durch Auszeiten der gegnerischen Mannschaft nicht unterbunden werden konnten. Auch die Feldabwehr um Libera Doreen Schudsdziarra zeigte sich im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen hellwach und so gingen die Punkte nach langen Ballwechseln nun vermehrt auf’s Konto der Potsdamerinnen. Nicole Liebscher stellte ihre Qualitäten im Angriff unter Beweis und die Berlinerinnen fanden kein Mittel gegen sie. Trafen die USV-Aufschläge das gegnerische Feld, waren dies in dieser Satzphase häufig Wirkungstreffer, welche nicht mehr oder nur als Danke-Ball wieder zum USV zurückgespielt werden konnten. Der USV verwertete seine Chancen gut und fand immer wieder die Lücken gegen einen kämpfenden Gegner. Bis zum Stand von 20:9 konnten alle Angreiferinnen auf Seiten des USV eingesetzt werden, doch dann klingelte plötzlich die USV-Inkonsequenz an der Tür … mehrere kleine Fehler führten zu einer Verringerung des Vorsprunges auf 20:13 und zwangen Trainer Schulze zu einer Auszeit. Um konzentriert und ehrgeizig den Satzgewinn einzufahren, agierte der USV nun wieder konsequenter. Mit erfolgreichen Block- und Feldabwehraktionen zwangen sie den erstarkenden BVV in die Schranken und Tanja Bergmann war es schließlich, die mit einem spektakulär versenkten Angriff den ersten Tabellenpunkt klarmachte.

Den Auftakt in den dritten Satz bot ein starker Angriff über Nicole Liebscher. Im Anschluss gelang es aufgrund fehlender Qualität in der Annahme und Feldabwehr jedoch nicht, über die guten Gegenangriffe des BVV das druckvolle Angriffsspiel der vorangegangenen Sätze aufrecht zu erhalten. Somit ging die Heimmannschaft verdient zum 8:6 in Führung. Beim Gegner brachten Astrid Munkwitz und Theresa Nündel brachten weiterhin ihre Angriffe durch und bauten somit die Führung auf 10:6 aus – Auszeit USV. Trotz weiterer Wackler in der Annahme konnte der USV nun seine Angreiferinnen wieder besser anspielen und auch die für Alexandra Schulze eingewechselte Jessica Bögershausen war bei der Aufholjagd mit zwei tollen Blocks eine wertvolle Unterstützung. Der Rückstand schmolz auf 10:12 zusammen. Doch weitere starke Angriffe von Theresa Nündel und auch Charlott Beyer fanden immer wieder den Weg auf den Hallenboden und so baut der BVV die Führung auf 16:11 gegen den USV wieder aus, der BVV ist in Schlagdistanz zum Satzgewinn.

Ein Doppelwechsel mit Julia Löchel im Zuspiel und Margarete Borchardt auf der Diagonalposition setzte einen guten Gegenimpuls. Eine schlaue Passverteilung und gut platzierte Aufschläge zeigten sofort Wirkung und sorgten schließlich dafür, dass der gegnerische Vorsprung Schritt für Schritt schwand, sodass man sich bei 19:19 plötzlich wieder auf Augenhöhe befand. Eine spannende Schlussphase mit dem glücklicheren Händchen im Angriff für den USV schloss sich an. Ohne Umschweife sichert sich der USV nach einem 22:23-Rückstand die letzten drei Punkte des Satzes und gewinnt den letzten Satz mit 25:23.

Somit belohnt sich die erste Damenmannschaft mit einer tollen und geschlossenen Teamleistung mit drei wichtigen Punkten aus dem ersten Adventskalendertürchen. Mit dem MVP-Titel wurden Sophie Apel (USV) und Franziska Schewe (BVV) ausgezeichnet.

Am nächsten Samstag, 07.12.2019, empfangen die USV-Damen im letzten Heimspiel dieses Jahres den aktuellen Tabellenführer Eimsbütteler TV aus Hamburg. Ab 19 Uhr freuen wir uns alle Volleyballbegeisterten in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee begrüßen zu dürfen.

Für den USV am Ball:

Sophie Apel, Jessica Bögershausen, Margarete Borchardt, Anne Borrmann, Tanja Bergmann, Nicole Liebscher, Julia Löchel, Susann Sass, Lisa Schröder, Alexandra Schulze, Doreen Schusdziarra

Spielbericht: Anne Borrmann

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Drei Punkte im ersten Adventskalendertürchen
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