Die Volleyball-Mannschaften des USV Potsdam haben in der Regionalliga Nordost am letzten Spieltag der Saison 2015/2016 ihre beiden Partien gewonnen. Die Damen setzten sich gegen Absteiger Berliner VV problemlos mit 3:0 (25:17, 25:6, 25:20) durch, die Herren bezwangen am Abend den neuen Meister und Drittligaaufsteiger TSV Spandau 1860 mit 3:1 (21:25, 25:22, 25:23, 25:17). Als wertvollste Spieler wurden Paula Fabian und Andreas Jurisch ausgezeichnet.

Bei den Mädels stand der letzte Spieltag der Saison im Zeichen des Abschieds: Mit Ausnahme der Pokal-Endrunde absolvierten sowohl Außenangreiferin Paula Fabian (Studium in den USA) als auch Libera Julia Hofmann (Karriereende) ihre letzten Punktspiele für den Verein. Neben ihnen begannen Julia Löchel (Zuspiel), Alexandra Schramm und Tanja Bergmann (Mittelblock), Verena Poppe-Kohlsdorf (Diagonal) und Katherina Richter (Annahme-Außen). Auf der Bank nahmen Karen Amlang, Tina Patzner, Ulrike Engel und Maria Heidelberger Platz. Nach einem nervösen Beginn im ersten Satz, in welchem der USV zahlreiche Eigenfehler produzierte, gelang nach 8:11-Rückstand schließlich ein souveräner 25:18-Satzgewinn. Im zweiten Abschnitt zeichnete sich der USV dann für sagenhafte 83% der gegnerischen Punkte selbst verantwortlich: Da der BVV jedoch nur auf insgesamt 6 Zähler kam, war das zu verschmerzen. Im dritten Abschnitt lag der USV nach Wechseln auf drei Positionen mit 5:8, 6:12 und 8:16 zurück, ehe eine Aufholjagd gestartet wurde und der Satz mit 25:20 und damit das Spiel und die Saison 2015/2016 zu den Akten gelegt wurde. Als wertvollste Spielerin wurde erstmals Paula Fabian ausgezeichnet, die sich ihr schönstes Abschiedsgeschenk damit selbst machte – märchenhaft.

Bei den Herren kam zum Schlussakt der Spielzeit der designierte Meister und Drittliga-Aufsteiger TSV Spandau in die Heinrich-Mann-Allee. Beim USV waren mit Ausnahme von Grohs und Hurtig alle Leistungsträger an Bord, so dass sich die Frage nach dem Spielausgang eigentlich nur auf die hierfür benötigte Zeit reduzierte. Dafür gesorgt hatte vor dem Spiel Trainer Falko Nowak, der die erste Getränkerunde in der Lokalität des Abends übernehmen wollte, so gegen die mit 12 Akteuren angereisten Gäste gewonnen würde. Im ersten Satz gelang dieses Unterfangen dem USV (mit Kuss, Scheuerpflug, Jurisch, Marchal, Burkhardt, Dahmann und Hänel auf dem Feld) nur bedingt: Spandau stand gut in Feldabwehr und machte wenig eigene Fehler, während bei Potsdam im Aufschlag zu wenig Druck erzeugt wurde und im K2 kleinere Schwächen auszumachen waren. Im zweiten Satz entschied dann der Schiedsrichter ungewollt die Partie, indem er mit einigen diskussionswürdigen Entscheidungen die Gemüter derart erregte, dass der USV zwei rote Karten kassierte (Jurisch, Scheuerpflug). Beim zweiten Versuch den Karton zu zeigen, ließ er selbigen versehentlich fallen, so dass Philip Marchal ihn aufhob und „dem Schiedsrichter die rote Karte gab“. Vollkommen angestachelt fungierten die Spandauer fortan als Opfer des Frustes der Altmeister und wussten sich diesem in den folgenden Sätzen auch nicht zu erwehren. Da auch Marchal eine sensationelle Angriffs- und Blockquote aufwies, Burkhardt im Angriff mit Köpfchen agierte, Libero Hänel stabil in der Annahme stand und Scheuerpflug und Jurisch wüteten was das Zeug hielt, kam der USV zu zwei engen Satzgewinnen (25:22, 25:23). Dann war der Widerstand der Gäste gebrochen, der Meister ergab sich in sein Schicksal und der eingewechselte Reimann verwandelte aus dem Hinterfeld den zweiten Matchball mit Ansage zum 25:17. Andreas Jurisch sicherte sich direkt im Anschluss MVP-Titel Nummer 6 und liegt damit auf Platz 3 in der Liga-Gesamtwertung.

Die Nachwehen des erfolgreichen USV-Abschlussspieltags dauerten bis zum Sonnenaufgang an, wobei Herren-Coach Falko Nowak ein unnachahmliches Talent und eine extreme Ausdauer im Aufführen von Balztänzen demonstrierte. Hier noch schnell die Fakten: Die Damen beenden die Saison auf Rang 5, die Herren liegen nach 20 von 20 Spielen auf Platz 7.

Die Pressestimmen:

  • Gazetta dello sport: „USV-Monster frisst Berliner VV“
  • Le Monde: „USV meisterlich, BVV wie ein Absteiger“
  • Bravo: „Paula Fabian packt aus: So erlebte ich mein erstes Mal“
  • Bild: „Eklat: Mittelblocker gibt Schiri die rote Karte“
  • Marca: „Schiedsrichter endzündet Verbalfeuerwerk“
  • Volleyball-Magazin: „Regionalliga: Sanktionen im Praxisbeispiel“
  • Sun: „USV-Legenden stutzen den Meister“
  • New York Times: „Matchpoint-Reimann takes it all“
  • In-touch: „Nach USV-Triumph reißt Nowak die Hütte ab“

Für den USV am Ball:

Verena Poppe-Kohlsdorf, Paula Fabian, Alexandra Schramm, Julia Löchel, Tanja Bergmann, Katherina Richter, Maria Heidelberger, Ulrike Engel, Tina Patzner, Julia Hofmann, Karen Amlang

Andreas Scheuerpflug, Andreas Jurisch, Mario Kuss, Philip Marchal, Attila Dahmann, Martin Hänel, Christian Burkhardt, Jens Reimann, Thomas Schulze, Christoph Schneider

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Regionalligateams holen 6 Punkte beim Saisonfinale
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