Die Pampa, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer der US Vermöbelt II (oder US Verloren II, man ist sich da noch nicht so ganz einig), die mit Ihrer 11 Mann starken Besatzung Ewigkeiten unterwegs ist, um fremde Hallen zu erforschen, Wölfe zu kucken und Punkte zu sammeln. Viele Kilometer von der Hauptstadt entfernt dringt der USV in Gebiete vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Es sind aber leider dunkle Zeiten für den Bums.

Obwohl dem Motor mal so richtig ordentlich Sand ins Getriebe geschüttet worden ist, haben die Herzdamen den Potsdamer-Pöbel-Club aus ihrer Halle vertrieben und schnurstracks wieder nach Hause geschickt.

Aber starten wir am Anfang des Tages.

Nach gründlicher Recherche altertümlicher Quellen (Haack Straßenatlas DDR), genauer Berechnung der Sternenkonstellation, unter Berücksichtigung der vorherrschenden Windrichtung und des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens, kam unser Navigationsoffizier zu dem Ergebnis, dass man aller-aller-aller-spätestens um 8 Uhr losfahren müsste, um überhaupt noch eine Chance zu haben, auch nur einigermaßen pünktlich im Königreich JWD anzukommen. Einwände mit Verweis auf neuartige Technologien ala google maps wurden selbstverständlich als pure Ketzerei und Teufelszeug abgetan. Selbstredend trat ebenjener Navigationsoffizier die Reise mit der einleuchtenden Begründung erst gar nicht mit an, dass ja wenigstens einer in der Potsdamer-Zentrale bleiben müsste, um bei etwaigen Navigations-Problemen schnell und zuverlässig reagieren zu können.

Samstag-Sprechzeit der Zentrale: 10-12Uhr

Als das komplette Team dann vor verschlossenen Türen stand und die Turmuhr 9:23 schlug wurde jedem Beteiligten klar, warum es von Vorteil war, dass der Navigator nicht da ist:

1.Vermeidung straffähiger Handlungen
seitens des aufgebrachten Team-
Mobs.

2.Eine reelle Chance für das Team
ausnahmsweise mal wirklich am Ziel
anzukommen #Bäckerei

Frisch gestärkt und mit ordentlich Wut im Bauch ging es sodann gegen unsere guten Freunde aus Hennigsdorf aufs Feld.

Man haben wir Motor vermöbelt!

Mit starken Aufschlägen wurde die Annahme von Motor vor schier unüberwindliche Probleme gestellt, harte Angriffe über die Außen ließen den Gegner verzweifeln und der gute alte Ost-Block tat seinem Namen alle Ehre.Leider werden Spiele in der härtesten Liga der Welt nicht im ersten Satz entschieden und schon gar nicht in der 1. Hälfte des ersten Satzes. Zwar konnte der 1. Satz noch einigermaßen sicher nach Hause gefahren werden (25:21). Aber in der Folge rächten sich die vielen Eigenfehler und Motor gewann die beiden folgenden Sätze 25:21, 25:12 (nein kein Zahlendreheràin Worten zu ZWÖLF).

Der Trainer sah sich in der Folge dazu gezwungen, alles auf eine Karte zu setzen.

Somit schlug mal wieder die Stunde vom allseits gefürchteten Potsdamer-Würfelmix.

Dia auf Zuspiel, Zuspiel auf Außen, Außen auf Dia und weil alle so traurig gekuckt haben gab es ne neue Mitte noch kostenlos mit dazu.

Wer schon mal gepokert hat, der weiß, wie aufregend ein All-In ist. Und ich kann euch sagen: Es war aufregend!Letztendlich konnten wir uns mit dem Quäntchen mehr Glück bzw. dem Schlückchen mehr Cola souverän mit 16:14 im Tie-Break durchsetzen.

Motor Hennigsdorf – USV Potsdam II 2 : 3 (21:25, 25:21, 25:12, 21:25, 14:16)

Nach kurzer Pause ging es dann gegen die Gastgeber vom VC Herzberg. Und was soll man sagen: Herzberg hat massiv abgebaut! Zumindest wenn es um die obligatorische Mannschaftsvorstellung geht. Früher gab es noch einen standesgemäßen Einmarsch mit Musik, Titel und Namensnennung. Heute gibt es …….Nichts mehr!Das solch ein Frevel nur in einer standesgemäßen Abreibung enden konnte war allen Beteiligten klar.

Man haben die uns vermöbelt!

Ohne Mumm aber dafür mit gefühlten 15 Eigenfehlern pro Satz schlägt man leider nicht mal Herzberg. Zwar hatten wir in den ersten beiden Sätzen trotz der genannten 15 Eigenfehler durchaus die Chance zu gewinnen aber es sollte einfach nicht sein. Es war einfach der Wurm drin. Im 3. Satz lief dann auch nichts mehr außer der Nase und somit gelang den Herzdamen ein letztendlich ungefährdeter 3:0 Erfolg.

1. VC Herzberg – USV Potsdam II 3 : 0 (27:25, 27:25, 25:18) Nachdem selbst Motor Hennigsdorf sang- und klanglos mit 3:0 unterging (25:23, 25:17, 25:21) war der Grund für die Ergebnisse offensichtlich: Leichenfledderei.

Da selbst der Landesspielwart anwesend war, einigten sich beide Teams, dass beim nächsten Spieltag zuallererst einmal Herzberg ordentlich vermöbelt wird.

Um sich dann zum Abschluss einander liebevoll zuwenden zu können.

Move That ASS!

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Pampa Calling

3 Gedanken zu „Pampa Calling

  • 24. Oktober 2018 um 20:48
    Permalink

    Top! Der Verfasser des Spielberichts hat den Job für weitere Spielberichte gewonnen :D.

    Antworten
  • 25. Oktober 2018 um 19:02
    Permalink

    Ha, ha, ha… Hab mich selten so köstlich amüsiert. Der Schreiberling sollte das professionell machen! Freue mich schon auf die Fortsetzung nach dem nächsten Spiel, bei dem es hoffentlich richtig BUMMS macht. Wir drücken dafür ganz fest die Daumen.

    Antworten

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