Die erste USV-Damenmannschaft festigte 
am Samstag, 3.2.2019, den sechsten Tabellenplatz in der Dritten Liga Nord mit einem spannenden 3:2-Sieg (25:19, 24:26, 19:25, 25:15, 18:16) gegen den SC Alstertal-Langenhorn. Als wertvollste Spielerin wurde Mittelblockerin Martina Stoof ausgezeichnet.

Konnten die USV-Damen in den vergangenen Spielen personaltechnisch aus dem Vollen schöpfen, so war die Ausgangslage für das Spiel gegen SCALA etwas ungünstiger. Aufgrund privater Verpflichtungen standen Trainer Falko Nowak, der am Freitag seinen 33. Geburtstag feierte und sich nichts sehnlicher von seinem Team wünschte, als drei Punkte einzufahren, drei Spielerinnen für die Außen- und Diagonalposition (Ivette Pollack, Paula Fabian, Tina Patzner) weniger zur Verfügung als in den ersten drei Begegnungen dieses Jahres. Außerdem fehlte Tanja Bergmann, wieder mit von der Partie waren dafür Maria Heidelberger, Martina Stoof und Eileen Heidepriem. Die Hamburgerinnen reisten mit neun Spielerinnen – allerdings ohne etatmäßige Zuspielerin – und der Empfehlung von drei Tiebreak-Siegen aus den letzten drei Spielen an! Die USV-Damen waren also gewarnt und wollten es gar nicht erst so weit kommen lassen.

In den ersten Satz starteten Lisa Schröder und Gina Schilke auf den Außenpositionen, Martina Stoof und Alexandra Schulze in der Mitte, Susann Sass sollte diagonal zu Zuspielerin Martina Gast ihre Blockparty vom Spiel gegen Braunsbedra fortsetzen. Cindy Kremer und Isabelle Manoury teilten sich von Beginn an die Libero-Position in Annahme und Abwehr auf. Zunächst lief alles nach Plan: Man setzte die Hamburgerinnen mit guten Aufschlägen unter Druck, während diese den ein oder anderen Fehler zu viel in diesem Element einstreuten. Auch im Angriff agierten die USV-Damen variabel und nutzen die Tatsache, dass die großgewachsenen Gäste einen etwas längeren Weg zum Boden haben durch geschickte Leger. Der Doppelwechsel mit Anne Borrmann und Eileen Heidepriem stach, sodass sich das Heimteam den ersten Durchgang souverän mit 25:19 sicherte.

Personell wie spielerisch unverändert startete der USV in den zweiten Satz – bis zur Führung von 20:12. SCALA entwickelte zunehmend Aufschlagdruck, was die USV-Annahme ein ums andere Mal ins Wanken brachte. Folglich fiel es den Angreiferinnen schwerer, sich gegen den hohen Block durchzusetzen. Die Führung schmolz kontinuierlich, was auch der wiederholte Doppelwechsel sowie zwei Auszeiten (20:15, 24:23) nicht verhindern konnten. Bei 24:21 hatten es die Potsdamerinnen dennoch mehrfach in der Hand, den Satz erfolgreich zu beenden. Leider fehlte den Angreiferinnen in diesen entscheidenden Situationen der Mut bzw. die zuvor gezeigte Cleverness. Die Hamburger Aufholjagd fand ihren Höhepunkt und ließ das USV-Team schockiert und etwas ratlos zurück (24:26). Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, nahm dieses doch einen sehr ähnlichen Verlauf.

Die USV-Damen wollten sich, jetzt mit Maria Heidelberger im Block, mit aller Macht gegen dieses Déjà-vu stemmen, doch im dritten Abschnitt lief nicht viel zusammen. Von Beginn an lief man einem Rückstand von zwei-drei Punkten hinterher, erzeugte wenig Druck mit dem eigenen Aufschlag und auch der Potsdamer Angriff ließ weiterhin die Durchschlagkraft und Variabilität der ersten anderthalb Sätze vermissen. Zu diesem Zeitpunkt merkte man deutlich, dass hier die ein oder andere Wechseloption mehr den Außenangreifern die nötige Verschnaufpause hätte bieten können, was aber an diesem Tag leider nicht möglich war. So wurden selbst vermeintlich einfache „Dankeball“-Situationen nicht in Punkte verwandelt und man unterlag verdient mit 19:25.

Die Starting-Six vom Spielbeginn schwor sich nun ein, man wollte es SCALA nicht mehr so leicht machen wie im vergangenen Satz oder im Hinspiel. Dann eben doch Tiebreak! Mit einer enormen Willensleistung kämpften sich die USV-Damen wieder zurück ins Spiel, steigerten sich deutlich in Aufschlag, Block und Angriff und zogen zwischenzeitlich auf 22:10 davon. Als sich gerade der Schlendrian wieder einschleichen wollte, reagierte Trainer Nowak rechtzeitig (22:13) und mahnte zur Konzentration: Man sollte den Gegner nicht noch einmal ins Spiel kommen lassen, was auch gelang (25:15).


So setzte sich das Heimteam im 
entscheidenden Durchgang früh ab und wechselte bei 8:4 die Seiten. Aber die Damen aus dem Norden zeigten ihre ganze Erfahrung aus den letzten Fünf-Satz-Spielen und verkürzten den Rückstand immer weiter, bis sie beim 12:12 den Ausgleich schafften. In dieser Phase zeichnete sich insbesondere die Hamburger Libera aus, die den Potsdamer Angriff mit ihren spektakulären Rettungseinlagen schier zur Verzweiflung brachte und sich spätestens da ihre MVP-Auszeichnung redlich verdiente. Das Satzende glich dann einem Krimi, der USV konnte zwei Matchbälle nicht nutzen (14:13, 15:14), ließ dann SCALA sogar vorbeiziehen (15:16). Nach einer verunglückten Potsdamer Annahme retteten die USV-Damen den Ball noch geradeso, legten damit aber für die Hamburger Mittelblockerin auf. Diese scheiterte jedoch am Netz. SCALA erholte sich von der vergebenen Chance nicht und so konnten die Mädels zwei Punkte in Potsdam behalten (18:16) und ihrem Trainer noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen.

Im Anschluss peitschten einige Spielerinnen noch die erste Herrenmannschaft zum 3:1-Erfolg gegen die SG Prieros/KW. Gratulation dazu und weiter so! Da geht noch was!

Ein großes Dankeschön gilt auch wieder unseren fleißigen Helfern: Hallensprecher, DJ, Ballkinder- und Betreuer, Buffetbetreuer, eScorer und Assistent und natürlich den Fans. Ihr seid spitze und habt auch bei einer Spielzeit von über zwei Stunden und teils sehr zähem Spielverlauf tapfer durchgehalten. DANKE!

Am nächsten Wochenende schlagen die USV Damen dann am Sonntag (10.2.2019, 15 Uhr) beim Tabellenzweiten VSV Havel Oranienburg auf, bevor zwei spielfreie Wochen zur Regeneration und Vorbereitung auf den Saisonendspurt genutzt werden können.

Für den USV am Ball: Eileen Heidepriem, Alexandra Schulze, Anne Borrmann, Maria Heidelberger, Gina Schilke, Martina Gast, Martina Stoof, Lisa Schröder, Susann Sass, Isabelle Manoury, Cindy Kremer

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1. Damen ringen Hamburger Tiebreak-Queens nieder

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