Nach sechswöchiger Vorbereitungszeit und viel organisatorischem Aufwand, sei es Sponsorensuche oder der Suche nach Ballkindern, um exemplarisch nur zwei Punkte zu nennen, war es am Samstag 19:00 Uhr endlich soweit – das lang ersehnte erste Spiel in der Dritten Liga Nord stand bevor. Vor knapp 70 Zuschauern und den Augen des Sponsors „Hausmann Industrie-Pumpen GmbH“ empfing die erste Damenmannschaft des USV Potsdam die SG Rotation Prenzlauer Berg II. Dabei standen Trainer Falko Nowak und Co-Trainer Thomas Schulze bis auf zwei Spielerinnen (Martina Stoof – Urlaub und Zuspielerin und Kapitänin Martina Gast – zog sich im Training eine Knochenabsplitterung und Sehnenanriss im kleinen Finger zu) der gesamte Kader zur Verfügung. Das Spiel ging nach einer 2:0-Satzführung schließlich 2:3 (25:19, 25:19, 23:25, 23:25, 13:15) an SG Rotation Prenzlauer Berg II.

Trainer Falko Nowak startete im ersten Satz mit Gina Schilke und Paula Fabian auf Außen, auf der Mitte mit Tanja Bergmann und Maria Heidelberger, Eileen Heidepriem auf Diagonal, Cindy Kremer als Libero und im Zuspiel hatte Anne Borrmann die Fäden in der Hand. Trotz der Drittliga-Premiere präsentierte sich die Mannschaft nicht aufgeregt, dafür selbstbewusst und willensstark. Dank guter Annahme, zahlreicher toller Blockpunkte und phänomenaler Angriffe konnte der erste Satz dann auch mehr als verdient mit 25:19 gewonnen werden.

In der Aufstellung unverändert und mit dem Wissen, dass RPB eine Schippe drauflegen wird, gingen die Damen des USV Potsdam konzentriert in den zweiten Satz. Getragen von der tollen Stimmung des Publikums begann dieser ähnlich erfolgreich wie der erste. Der USV setzte die gegnerische Annahme durch starke und gezielte Aufschläge weiterhin unter Druck, sodass RPB Schwierigkeiten im Spielaufbau bekam. Doch im weiteren Satzverlauf stabilisierten die Berliner ihre Annahme und agierten im Angriff variantenreicher, wodurch der Block und die Feldabwehr zunehmend in Schwierigkeiten gebracht wurde. Falko Nowak reagierte beim Stand von 17:18 mit einem Doppelwechsel: Susann Sass und Lisa Schröder kamen für Eileen Heidepriem und Anne Borrmann aufs Feld. Lisa Schröder feierte damit ihre Premiere auf der Zuspielposition und der Wechsel zahlte sich aus. Die Mannschaft holte mehrere Blockpunkte und die Abwehr stabilisierte sich wieder, wodurch Lisa Schröder die Angreifer gut in Szene setzen konnte. RPB holte nur noch einen Punkt und der zweite Satz endete ebenfalls mit 25:19 zu Gunsten der Potsdamer.

Angesichts der beiden klaren Satzgewinne schien ein schneller Sieg für den USV möglich. Doch es sollte – wie so oft im Frauenvolleyball – anders kommen. Der Satz war bis zum Ende recht ausgeglichen mit guten Angriffen, Aufschlägen, Abwehr- und Blockaktionen auf beiden Seiten. Doch der USV schaffte es einfach nicht, den Sack zuzumachen. Man hatte ein wenig das Gefühl, als hätten die Potsdamerinnen Angst vorm Gewinnen. Nowak brachte zwar noch Tina Patzner für Gina Schilke beim Stand von 17:19 und nutze den Doppelwechsel bei 23:24, aber RPB hatte in diesem Moment das Glück auf seiner Seite und gewann mit 25:23.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im vierten Satz. Auf beiden Seiten sahen die Zuschauer wieder eine gut funktionierende Block- und Feldabwehr. Doch es schlichen sich nun Eigenfehler im Angriff ein, so dass sich Nowak zu mehreren Wechseln gezwungen sah. Lisa Schröder übernahm beim Stand 7:6 das Zuspiel, Alexandra Schulze durfte bei 11:10 für Maria Heidelberger aufs Feld und Tina Patzner ersetzte Paula Fabian. Leider hatte der USV Potsdam auch in diesem Satz das Nachsehen und musste sich mit 23:25 knapp geschlagen geben.

Alle Hoffnung lag nun im entscheidenden fünften Satz, in welchem Susann Sass auf der Diagonalposition begann. Trotz aller Wechselversuche und zweier Auszeiten unterlag der USV am Ende sehr unglücklich mit 13:15 und verlor somit sein Auftaktspiel in der Dritten Liga gegen den Mitaufsteiger aus Berlin mit 2:3. Alles in allem zeigte der USV dennoch eine geschlossene Mannschaftsleistung, die für die kommenden Aufgaben positiv nach vorn blicken lässt.

Nach Spielende wurde Gina Schilke, die sich über eine Gummibärentorte von unserem Sponsor Bärenland freuen durfte, als wertvollste Spielerin des USV ausgezeichnet. Am nächsten Sonntag um 15 Uhr bestreitet der USV sein nächstes Spiel beim Berlin-Brandenburger Sportclub II.

Ein großes Dankeschön gilt Hallensprecher Georg Meyer, DJ Christoph Schneider, den Ballkindern samt ihrer Betreuer sowie allen Helfern in der Sponsorenbetreuung, am Einlass, beim Verkauf, dem Wettkampfgericht und den zahlreichen, lautstarken USV-Ultras, die diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Vielen Dank dafür!

Für den USV am Ball:

Eileen Heidepriem, Alexandra Schulze, Anne Borrmann, Tina Patzner, Maria Heidelberger, Gina Schilke, Tanja Bergmann, Lisa Schröder, Susann Sass, Ivette Pollack, Paula Fabian, Isabelle Manoury, Cindy Kremer

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1. Damen: Starke Drittliga-Premiere bringt am Ende nur einen Punkt

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