Es ist die absolute Überraschungsmeldung der laufenden Saison: Die erste Volleyball-Herrenmannschaft des USV Potsdam wird in der kommenden Spielzeit am Spielbetrieb der dritthöchsten deutschen Spielklasse teilnehmen. Sie folgt damit dem USC Magdeburg in die Dritte Liga Nord. Möglich wird dieses sensationelle Vorhaben, da die Mannschaft durch eine phantastische Leistung in der Rückrunde und 8 Siegen aus 10 Spielen noch auf Rang 3 kletterte. Dadurch, dass in der abgelaufenen Saison nur 8 Mannschaften in der Dritten Liga an den Start gingen und der Regionalliga-Zweitplatzierte Energie Cottbus auf sein Aufstiegsrecht verzichtet, bietet sich für die Potsdamer Altmeister noch einmal die Chance, in der Dritten Liga voll durchzustarten.

Mit den ehemaligen Zweitligaprofis wie Christian Grapentin, Martin Grohs, Mario Kuss, Andreas Jurisch, Lars Hurtig, Piet Karohs und Erik Heidemann sollte ein Platz im oberen Tabellendrittel der kommenden Drittliga-Spielzeit reine Formsache sein. Dass viele der USV-Spieler inzwischen auch Väter sind, sei laut Volleyball-Abteilungsleiter und Kapitän Erik Heidemann kein Problem: „Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit mehreren Potsdamer Kindertagesstätten, um durch Sonderöffnungszeiten am Wochenende insbesondere die weiten Auswärtsspiele nach Warnemünde oder Hamburg abzusichern“ so Heidemann, der selbst stolzer Papa einer Tochter und eines Sohnes ist. Mit Andreas Scheuerpflug steht zudem auch in der kommenden Saison wieder ein weiterer dreifacher Familienvater im Aufgebot, der seine größten Erfolge bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen feierte. Dass der inzwischen 46-jährige noch immer ein absoluter Ausnahmeathlet ist, erklärt Heidemann so: „Andi hat bereits in dieser Saison gegnerische Spieler dominiert, deren Eltern jünger sind als er selbst!“ Er spielte damit auf die Partie beim VC Olympia Berlin an, die durch die Aufschläge von Scheuerpflug mit einer 11:1-Führung begann und mit einem 3:0-Auswärtssieg endete.

Zu den Gründen, warum nach Jahren des Verzichts der Aufstieg nun doch in Angriff genommen werden soll, sagt Heidemann: „Wenn man nach so einer miserablen Hinrunde am Ende doch Dritter in der Regionalliga wird, muss man einfach handeln. Außerdem konnten wir die Erfolge der Damen, die in den letzten zwei Jahren vier Meisterschaften feierten, nicht einfach so hinnehmen. Wenn wir in der Regionalliga bleiben würden, laufen wir Gefahr, bald nicht mehr das Aushängeschild des Vereins zu sein. Daher haben wir uns, ungeachtet des erheblichen organisatorischen und zeitlichen Mehraufwands, der hohen Auflagen und der finanziellen Belastung dazu entschieden, noch einmal so richtig anzugreifen.“

Zur Finanzierung der kommenden Spielzeit konnte Diagonalangreifer und Rechtsanwalt Andreas Jurisch davon überzeugt werden, den ein- oder anderen Groschen springen zu lassen: „Ich bin jetzt seit 21 Jahren Mitglied beim USV – da ist es mir eine Herzensangelegenheit in dieser ausweglosen Situation zu helfen.“

Besonders freuen dürften sich die Potsdamer Spieler und die Volleyballfans auf die durch den Aufstieg des USV bevorstehenden Derbys gegen den VC Potsdam-Waldstadt in der Heinrich-Mann-Allee: „Unser Saisonziel wird sein, die 600 Zuschauer aus der Saison 2008/2009 zu knacken!“, sagt Heidemann, der als Wunschtermin für das Derby-Rückspiel den 01. April 2015 beim Staffelleiter eingereicht hat.

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Paukenschlag: 1. Herren steigen in Dritte Liga auf!
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4 Kommentare zu „Paukenschlag: 1. Herren steigen in Dritte Liga auf!

  • 2. April 2014 um 15:29
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    Liebe Leser,

    herzlichen Dank für den regen Zuspruch für diesen Artikel, der im Verlaufe des gestrigen 1. Aprils fast 500 Mal angeklickt wurde und damit binnen eines Tages auf Platz 2 der meistgelesenen Posts dieser Website landete! Vielen Dank auch an all jene, die mir mit teilweise sensationellen Nachrichten den Tag versüßten. Besonderer Dank gilt Piet Karohs, der beim gestrigen Training bereits mit dem letzten Tor beim obligatorischen Hallenfußball entschieden haben wollte, wer in der kommenden Saison nicht mit nach Warnemünde fahren muss.

    Ich freue mich über die durchweg positive Resonanz und kann den VC Potsdam-Waldstadt beruhigen: Ihr müsst in der kommenden Saison keine zwei Derbypleiten einstecken – wir bleiben in der Regionalliga! 😉

    Schulle

    Antworten
  • 3. April 2014 um 14:17
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    SELTEN SOOOOO GELACHT – ist das makaber …..ich weiss gar nicht , was ich sagen soll! Irgendwo hört der Spass auf !

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  • 3. April 2014 um 14:38
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    zu geil… und ich habs wirklich geglaubt…

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  • 7. April 2014 um 7:54
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    hab schon angefangen morgens die 2 Croissants wegzulassen und mir Laufschuhe gekauft …

    Marte

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