Die erste Volleyball-Damenmannschaft des USV Potsdam hat im Kampf um die Tabellenführung der Regionalliga Nordost am Sonntag (07.12.2014) einen herben wie unerwarteten Rückschlag einstecken müssen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schulze verlor beim Tabellenachten TSV Tempelhof-Mariendorf sang- und klanglos mit 0:3 (24:26, 22:25, 16:25).

Es sollte der Tag werden, an dem sich an der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost eine Wachablösung vollziehen sollte. Mit einem Sieg beim Drittletzten der Liga, der bis dato nur zwei Siege aus neun Spielen erringen konnte und im Hinspiel eine schwache Leistung bot, wollte der USV die Tabellenspitze erklimmen. Am Ende setzte es eine herbe Klatsche. Den ersten Tiefschlag erlitt das Team bereits bei der Erwärmung, als Außenangreiferin Katherina Richter umknickte und mit Verdacht auf eine Außenbanddehnung im rechten Sprunggelenk vom Feld musste. Trainer Thomas Schulze schenkte daher Zuspielerin Julia Löchel, den Mittelblockerinnen Alexandra Schramm und Tanja Bergmann, Ulrike Engel auf der Diagonalposition und den Annahme-Außen Verena Poppe-Kohlsdorf sowie Kapitänin Franzi Hörnlein sein Vertrauen. Als Libera agierte Cindy Kremer, auf der Bank nahmen zunächst auf eigenen Wunsch hin Anika Zülow und Tanja Bergmann Platz, die noch an einer Knieverletzung laborierte und nur bedingt einsatzfähig war. Unter der Woche waren durch eine Belegung der Sporthalle Golm die Trainingsmöglichkeiten bereits alles andere als optimal, so dass die letzte Einheit am Freitag entfallen musste. Und so startete die Mannschaft auch ohne die nötige Sicherheit, den nötigen Biss und allen voran ohne Annahme ins Spiel. Im ersten Satz lag das Team bereits 11:13 und 16:20 zurück, kämpfte sich jedoch noch einmal heran und glich zum 24:24 aus. Dann sorgten ein Leger hinter den Block und ein Annahmefehler der eingewechselten Anika Zülow für den ersten Satzverlust. Im zweiten Abschnitt verschlechterte sich die bis dahin unbefriedigende Leistung im K1 weiter, woran der Block des Gegners – allen voran in Person von Vanessa Mäuer und Anne Paape – entscheidenen Anteil hatte. Den Satzbeginn verschlief die Mannschaft komplett- 2:6. Bei 8:9 schloss man wieder zum Gegner auf, doch die Führung der Gastgeber hatte bis zum 22:25 bestand. Im dritten Satz versuchten Trainer Thomas Schulze und Co-Trainer Paul Boock das Team noch einmal wachzurütteln, doch zu allem Überfluss hatte auch Tempelhof nicht den schlechtesten Tag erwischt und ließ nicht mehr locker. Trotz zweier Auszeiten bei 9:13 und 9:16 und allen vier möglichen Wechseln reihte sich Fehler an Fehler, so dass sich der USV nach nur 65 min Spielzeit in sein Schicksal ergeben musste.

Vielleicht war es ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Die Trainingsmoral hatte nach dem Spiel gegen Cottbus spürbar nachgelassen und auch das fehlende Freitagstraining wirkte sich sicher nicht positiv auf diesen Spieltag aus – alles in allem erinnerte die Situation an den Brandenburgligaspieltag im Januar in Eisenhüttenstadt, als die Mannschaft um Haaresbreite sowohl Landesmeistertitel als auch Aufstieg verspielte. Da auch in der kommenden Woche das Training vor dem Topspiel am Freitag entfallen muss, wird die Mannschaft am Samstag vormittag noch eine Einheit absolvieren, um im Topspiel gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg anders aufzutreten als am heutigen 2. Advent. Die Frage nach der Favoritenrolle am kommenden Samstag stellt sich angesichts der gezeigten Leistung überhaupt nicht. Auch die Chance mit einem Sieg gegen Rotation dauerhaft vorbeizuziehen ist damit hinüber, da die Berliner mit einem Spiel in Rückstand sind. Spielbeginn in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ist um 16 Uhr.

Für den USV am Ball:

Julia Löchel, Katherina Richter, Alexandra Schramm, Ulrike Engel, Verena Poppe-Kohlsdorf, Julia Ließ, Tanja Bergmann, Franziska Hörnlein, Anika Zülow, Cindy Kremer

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1. Damen mit rabenschwarzem Sonntag
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