In der Regionalliga Nordost hat die erste Damenmannschaft des USV Potsdam ihr Auswärtsspiel am Samstag (14.01.2017) bei Aufsteiger VfK Berlin-Südwest mit 3:2 (25:20, 22:25, 24:26, 26:24, 15:13) gewonnen. Als wertvollste Spielerin wurde Libera Cindy Kremer ausgezeichnet.

Der Drittplatzierte aus der Brandenburgischen Landeshauptstadt reiste nach dem knappen 3:2-Heimerfolg über Cottbus mit voller Kapelle nach Berlin: Dirigent Thomas Schulze entschied sich zunächst für folgende Aufstellung seines USV-Orchesters: Jule zog geschickt die Fäden ihrer Balalaika, Alex und Tanja sollten mit ihren tellergroßen Piattos die gegnerischen Störversuche unterbinden, Tina spielte mit den Gastgebern Diagonal-Trompete und Karen und Jana sollten von links außen ordentlich auf die Pauke hauen. Zur Verstärkung der Streicher wurde Cindy mit der polizei-erprobten Blechblas-Sirene ins Getümmel geschickt, um die intonierten Angriffsversuche der Gastgeber im Keim zu ersticken. Zweite Geige spielten zunächst Ulli, Maddi, Lisa, Tini und Mary.

Die Ouvertüre lief ziemlich gut an, da das gegnerische Orchester unter Leitung von Thoralf Riederer zunächst keine Trommelstöcker finden konnte und während den Momenten im adagio große Ungenauigkeit walten ließ. Die Jury votierte bereits 21:13 für den USV, als durch den Wechsel zweier Instrumente das Taktgefühl ein wenig verloren ging und der VfK noch auf 25:20 verkürzen konnte. Im zweiten Akt boten beide Ensembles dem Publikum bis zum Zwischenstand von 10:11 eine ausgeglichene Vorstellung, wobei sich beide Seiten einige Misstöne zumuteten. Der USV verlor durch einen zu großen presto-Anteil im hinteren Bereich die Führung, wodurch sich Dirigent Schulze gezwungen sah, eine Pauke, die Trompete und die Balalaika durch Tini an der Tuba, Ulli an der Posaune und Lisa am Violoncello zu ersetzen. Zum Unmut des Publikums klang auch das nicht wirklich besser und so votierte die Jury zwischenzeitig 19:14 für Südwest. Nun schlug auch die Stunde von Maddi, die am Horn versuchte ihre Kollegen zu mehr Stabilität zu animieren. Inzwischen hatte sich das sonst so adrette Heimpublikum in ein weiteres Orchester verwandelt und gab in den Spielpausen ganz klar den Ton an. Dieser Höllenlärm zwang die Potsdamerinnen ihrerseits sich wieder ein wenig mehr ins Schlagzeug zu legen, weshalb auf 20:21 verkürzt werden konnte. Doch die Berliner retteten sich schließlich mit 25:22 in Szene 3. Während Schulze nun die Kombination aus Balalaika und Posaune probierte und sich Mary mitsamt Glockenspiel nach langer Verletzung zurückgemeldet hatte, hörte sich alles zunächst wieder ein wenig stimmiger an (10:11, 19:17, 23:21). Doch im entscheidenen Moment gelang den Berlinerinnen zusammen mit dem Tribünenorchester eine beeindruckende Symphonie, die die Punktrichter zum 26:24 für die Gastgeber werteten. Der USV wollte sich nun dem vorzeitigen Ende der Veranstaltung erwehren und setzte nach 8:4, 16:13 und 21:18 einige wohlklingende Töne. Dann zauberte die frisch auf die Bühne geholte Tini ein Ass aus der Tuba, sorgte damit aber für einige Intermezzi bei Potsdam. Denn Berlin konterte mit der Trommel und zog auf 24:22 vorbei. Tina holte nochmal alles aus ihrer Trompete und ein kleiner Schlagfehler des Gegners führte zum 2:2-Ausgleich. Der Schlussakt blieb genauso spannend: Während der USV mit den Gastgebern bei 8:6-Führung zum letzten mal die Plätze wechselte, sorgte ein knapper 15:13-Vorsprung am Ende für die Entscheidung. Cindy wurde erstmals als MVP (Most valuable Polizei-Sirenen-Player) ausgezeichnet – Glückwunsch dazu!

Am kommenden Samstag tritt das USV-Orchester bei der SG Rotation Prenzlauer Berg an. Mit einer solchen, phasenweise äußerst uninspirierten Vorstellung ist die Wahrscheinlichkeit, dort auch nur eine Szene für sich entscheiden zu können, gleich null. In den kommenden Proben wird dies nocheinmal thematisiert werden müssen, um Misstöne innerhalb des Teams zu vermeiden. Mit dem Erfolg beim VfK Berlin-Südwest bleiben die Potsdamerinnen drittbestes Ensemble der Region.

Für den USV im Orchester:

Karen Amlang, Julia Löchel, Alexandra Schramm, Tanja Bergmann, Tina Patzner, Jana Dotzek, Cindy Kremer, Ulrike Engel, Madlen Schulze, Lisa Schröder, Martina Gast, Maria Heidelberger

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Meno mosso: 1. Damen mit Punktverlust in Berlin
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